Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1 (permalink)  
Alt 30.06.2013, 23:54
scholley007 scholley007 ist offline
...is mostly "Confuzzled"....
 
Registriert seit: Nov 2007
Ort: Da wo ich hingehöre
Beiträge: 7.062
scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Adel verpflichtet (1949) (Kind hearts and coronets)

Das ist der Film, der in einem Atemzug genannt wird, kommt das Thema auf die klassischen britischen "Ealing Comedies". Und der zweite Atemzug ist dann die Nennung von Alec Guinness... der hier drin eine gesamte Familie spielt, alle acht Angehörigen der Familie D`Asconye....

...die die eigentliche Hauptfigur der Geschichte - Louis Mazzini (Dennis Price) - plant, aus dem Weg zu räumen. Hauptsächlich, weil seine Mutter - eine D´Asconye - wegen der Hochzeit mit einem "Gewöhnlichen" (sprich: nicht Blaublütig) von der Familie verstossen wurde. Doch mit zunehmender Leichenzahl (keine Angst - der Film ist komplett jugendfrei) kommen dem anfangs mit Methode agierenden Louis dann doch zwei Probleme in die Quere - und die sind weiblicher Natur.....

Rückblickend auf sein Leben - mit einer Kelle distingiertem Snobismus wie ihn nur England hervorbringen kann - in der Todeszelle sitzend, gibt Louis uns den Zuschauern Einblick, wie es soweit kommen konnte. Und wie weit er es mit entsprechender Motivation bringen durfte.
Alec Guinness ist in erster Linie der Motor, der die Geschichte befeuert - bestenfalls drei Charaktere sind ausgearbeitet, der Rest ist hübsches (Opfer-)Kolorit. Wobei Guinness sich durchaus die Mühe macht, jeder Figur genügend Profil zu schenken um sie nicht zu der Kategorie 08/15 werden zu lassen, zu dem sich heuer die Leichenberge in Serienkillergeschichten so anhäufen lassen.
Dieter Hallervorden hat dieser Leistung in seinem "Didi und die Rache der Enterbten" entsprechend Referenz erwiesen - auch wenn ich diesem Werk außer Hallervordens Wandlungsfähigkeit kaum etwas abgewinnen konnte und kann (sein "Didi - Der Doppelgänger" hat da kiloweise mehr an Substanz).
Ein Film des leisen - nichts desto weniger freundlich boshaften - Humors, für den England das Monopol hält.
Ein Streifen der trotz seiner leichten Angestaubtheit die hier und da nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist auch nach über 50 Jahren zu unterhalten weiß.
Auch wenn Guinness den Comedyolymp dann erst mit "Ladykillers" für sich erschloß.
Die Abteilung "Ben Obi Wan Kenobi" ist da von einer anderen Dimension.
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
Mit Zitat antworten

Diesen Beitrag teilen: