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Alt 08.03.2004, 00:03
vogel vogel ist offline
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Standard Wenn die Welt in Trümmern liegt.

Ich wachte auf und sah die Welt in Trümmern liegen. Ein Tempel des Lebens entstanden durch die Zerstörung des Bestehenden. Im Schrei des Todes erstickt und herausgewürgt durch den dunklen Rachen der Stille. Tot oder lebendig, es spielt keine Rolle mehr. Ich war hellwach und schlief zugleich, alles war nur die Kopie der geglaubten Wirklichkeit, und doch war es real. So ernsthaft ich versuchte sie zu ignorieren, die Stimmen wurden immer lauter. Sie wollten mich warnen und vertreiben. Und doch, ich bin hier. Alles war zerstört, nichts mehr erhalten von der Schönheit einstiger Tage, der Blutzoll für unsere Taten, der Tribut der Menschlichkeit. Totenstille um mich herum, ohrenbetäubend laut vor Stille. Keine Angst mehr, keine Verzweiflung, wie Freiheit nach jahrelanger Gefangenschaft, wie der erste Frühling. Und es war der erste Frühling - mitten in der Zerstörung. Es ist vollbracht, das Lebenswerk. Die Auferstehung durch die Zerstörung. Sie waren alle weg, alles was bisher war, wird nichtig sein und alles was von nun an sein wird, wird wahrhaftig sein. Es ist als wäre nichts gewesen, als wäre nie etwas gewesen. Es ist so wunderschön.




(7-3-04) [edit] wenn es denn so besser gefällt.
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