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Alt 05.07.2017, 19:08
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Rail & Ties - Aufbruch in ein neues Leben (2007)

Mit den deutschen Untertiteln ist es ja bisweilen ein ähnliches Kreuz wie einst in den Achtzigern mit den vom S.W.A.M. schon hier und da mit Fassungslosigkeit begegneten "lustigen" Titeln aus der Erfindungsschmiede "Dumm & Dümmer & Nicht Auszuhalten": auch wenn der hier den Ton des Films durchaus korrekt wiederzugeben vermag - irgendwie hätte man sich vielleicht was anderes oder besser gar nix gewünscht.
Dies wäre dann aber auch das Einzige, das ich an diesem wunderschönen Weepie auszusetzen hätte....

Tom Stark (Kevin Bacon) ist Lokführer. Mit Leib und Seele. Letztere hält er seiner Ehefrau Megan (Marcia Gay Harden) immer weniger offen - ist diese nach zwei Chemotherapien nun bereit sich der Endgültigkeit zu überantworten. Ein Umstand, den Tom nicht bereit ist hinzunehmen, geschweige denn den letzten Tagen Megans beiwohnen zu wollen. Als er jedoch aufgrund eines Unfalls bei der eine Autofahrerin getötet wurde von seinem Job frei gestellt wird, sieht er sich nun wirklich mit Megans Situation konfrontiert. Und versagt kläglich.
Doch gerade, als Megan - solange sie noch die Kraft dazu findet - sich auf einen Abschiedstrip nach San Francisco begeben will, erhalten sie unerwarteten Besuch: der 11-jährige Davey (Miles Heizer) - der Sohn der bei dem Unfall Getöteten - hat den Mann aufgespürt, der ihm seine Mutter nahm.
Da der Junge sich der staatlichen Fürsorge entzogen hat und er - aufgrund der präkeren Sachlage eigentlich gar keinen Kontakt zu Tom haben darf - nehmen Megan und Tom ihn auf. Wobei dies selbstverständlich Megan geschuldet ist.
Tom ist diesbezüglich alles andere als begeistert.
Doch beginnt mit dieser Entscheidung der Heilungsprozess aller drei Protagonisten...

Wie schon geschrieben: ein Weepie reinsten Herzens und Wassers. Und - meine Fresse - da kam schon gut was in meinen Taschentuchvorräten zusammen.
Von Regisseurin Alison Eastwood - jup, Clints Tochter - gleichermaßen berührend wie beglückend und darüber hinaus mit unaufdringlicher Sanftheit inszeniert.
Sowohl Kevin Bacon wie auch Marcia Gay Harden (Oscarpreisträgerin für "Pollock", ansonsten bekannt durch "Miller´s Crossing", "Flubber", "Space Cowboys" oder "Stephen King´s Der Nebel") - die bereits in Eastwoods großartigem "Mystic River" zusammen vor der Kamera standen - sind absolute Traumbesetzungen für die Rollen eines Ehepaars, das sich über die Jahre und die Krankheit fast gänzlich abhanden gekommen ist.
Der Newcomer (also Newcomer im Jahr 2007 als der Film entstand) Miles Hizer ist als ungewollter/unerwarteter Rettungsanker ein ebensolcher Herzensbrecher.
Ein Film der reinsten und ehrlichsten Emotionen - der sich auch nicht scheut, zu thematisieren, dass die wichtigsten Entscheidungen die man für sich und andere trifft grundsätzlich immer so einfach sind wie "Schwarz" und "Weiss".
Dieser Film braucht keine grauen Zwischenräume - und kann (für mein Dafürhalten) absolut stolz darauf sein.
Und Kevin Bacon - der mich in den letzten Jahrzehnten mit Rollen in "Murder in the first", "X-Men - Erste Entscheidung", "Frost/Nixon", "Woodsman" oder "Wahre Lügen" immer wieder mit seiner Kunst packen konnte, ist mehr als überreif für das - mittlerweile doch arg überbewertete Figürchen - "Oscar" (und sei es nur, um seinen Stellenwert in der aktuellen Generation Schauspieler beim Mainstreampublikum endlich mal zu zementieren!).
A precious Little gem! - wie der Amerikaner zu sagen pflegt!
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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