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Alt 25.07.2021, 00:18
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Der Giftzwerg (!991) (OT: Dutch / Driving me crazy - UK-Title)

Hinterläßt immer noch ein Loch in meiner persönlichen John Hughes-Sammlung; soll heißen: gab bislang immer noch keine deutsche VÖ auf DVD geschweige denn BluRay. Da diese FOX-Produktion nun im Vault von Disney+ schlummert, könnte das durchaus noch dauern, bis man die dort mal ausgräbt. Die Tatsache, dass der damals einer der größten Flops von John Hughes war (kurz nach "Home alone"), dürfte die Chance den seitens des Anbieters mal in die Streaming-Playlist zu hieven weiterhin klein halten....

Der dreizehnjährige, äußerst snobistisch eingestellte Doyle Standish (Ethan "Das Empire Team"/"Ich kann´s kaum erwarten - I can´t hardly wait"/TV-"FreakyLinks"/TV-"Sneaky Pete" Embry) ist an seiner Privatschule so beliebt wie ein Furunkel auf den Allerwertesten. Und bestrebt, diese Haltung bei seinen Mitschülern zu bewahren. Einzig die Feiertage (es geht auf Thanksgiving zu), zusammen mit seinem Vater (Christopher "Requiem for a dream"/"Happy Gilmore"/"Der Sturm"/"Quiz Show" McDonald) zu verbringen, wäre ihm ein Fest.
Doch der ist längst in Europa - auf Geschäftsreise. Und macht seiner Exfrau (Jobeth "Poltergeist" Williams) vorher unmißverständlich klar, dass sie es ist, diese Nachricht an den gemeinsamen Sprößling weiterzugeben. Da dieser seinen (schwer egomanischen und narzisstischen) Vater vergöttert und seine (ihn trotz allem liebende) Mutter weiterhin für das Scheitern der Ehe verantwortlich macht, ist die Aussicht die Feiertage bei Muttern verbringen zu dürfen, von Doyles Seite aus mit einem demonstrativen NEIN untermauert.
Das ficht Mutters neuen Freund - den hemdsärmeligen, aus der Arbeiterklasse stammenden - Dutch Dooley (Ed O´Neill) nicht an, sich trotzdem auf die Socken zu machen um den Krümel pünktlich zum Festtagsbraten an den gedeckten Tisch zu bugsieren.
Nach entsprechender Begrüßung seitens des von diesem "Überfall" definitiv not amuseden Doyle, sind die Fronten gesetzt - und der mißmutige Junior und der herzensgute (aber manchmal etwas naiv wirkende) Dutch treten die Art von Roadtrip an, die entsprechende Charaktere über die Distanz die sie bewältigen müssen und die Distanz die sie von einander trennt, entsprechend aneinander geraten und wachsen lässt...

Sicherlich ist der Versuch, den damaligen TV-Superstar Ed "Al Bundy" O`Neill (Married with Children - Eine schrecklich nette Familie) auch im Kino erfolgreich werden zu lassen, ein guter Gedanke gewesen. Leider hatte das breite Mainstreampublikum ihn zu jenem Zeitpunkt voll und ganz in die "Al Bundy"-Schublade gepackt - und der erwartete Kinohit blieb aus. O´Neill erinnerte sich an die Zusammenarbeit mit Hughes (als Produzent und Drehbuchautor), der während der Dreharbeiten stets immer und überall zugegen war und ihm gegenüber konsequent freundlich auftrat. Bis die ersten Einspielergebnisse des Startwochenendes in den USA eintrudelten - und Hughes O´Neill auf einmal nicht mehr kennen wollte. Scheint wohl ein nicht so wirklich netter Mensch gewesen zu sein - trotz seiner Verdienste auf dem Sektor der Teenie- und später Familienkomödie.
Auch hierzulande war dem Film eine Lebenszeit von gerademal zwei Wochen in den hiesigen Kinos vergönnt - wo ich ihn durchaus zu schätzen lernte - bevor der auf Nimmerwiedersehen verschwand.
Auf Video ist der dann ein kleines Bißchen erfolgreicher gewesen.
Und heutzutage kennt den kaum jemand mehr.
Was schade ist. Auch wenn nicht von der Hand zu weisen ist, dass der Film die Blaupause von Hughes Comedyklassiker "Ein Ticket für zwei" benutzt, gelingt der Film durch das Gegeneinander seiner beiden Hauptfiguren 90 Minuten angenehme Kurzweiligkeit zu generieren.
Auch heute noch. Inklusive eines Soundtracks, der immer noch schwer anhörbar geraten ist (nach dem Erfolg von "Oh Yeah" von Yello in Hughes "Ferris macht blau" durfte das Popduo auch hier drin drei - bereits in Europa bekannte - Nummern zum Soundtrack bei steuern).
Was ihn - für mich - immer noch um einiges kuckbarer werden lässt, als das Malen-nach-Zahlen-Sequel "Kevin - Allein in New York", "Curly Sue" oder den vor kurzem erstmals gesichteten "Juniors freier Tag".
Zumal Ed O´Neill hier nicht so laut und stumpf auftrumpfen muß, wie als Al Bundy.
Das hat durchaus sympathische Ecken und Kanten.
Hoffe, dass der mir über kurz oder lang mal auf Scheibe begegnet - das alte VHS-Video-Verleih-Tape das zur heutigen Sichtung herangezogen wurde, hat mittlerweile ein paar störende Dropouts (gut, nach 30 Jahren kann das halt passieren.... )

Und der Rausschmiß mittels der Nummer "Give a little love" im Abspann hat durchaus vergleichbare Qualität mit dem "Rausschmiß" aus Bill Murrays genialem "Die Geister, die ich rief": https://youtu.be/WGCcPQSA-Zc
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (25.07.2021 um 00:23 Uhr)
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Alt 30.07.2021, 13:44
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Beiträge: 72
Cropsy ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Der Giftzwerg (!991) (OT: Dutch / Driving me crazy - UK-Title)

Hatte den damals, als er neu auf HBO war, sofort ins Herz geschlossen. Da kannte ich Ed O'Neill nur aus Miami Vice
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