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Alt 28.02.2021, 11:45
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Metro (1997)

Es begab sich zu der Zeit, als Eddie Murphy durch einen 5-Filme-Vertrag mit dem Maus-Haus Disney mal "was anderes" als immer nur Action-Comedy machen wollte. Auch aufgrund der Tatsache, dass ihm zu jener Zeit Wesley Snipes zeigte, zu was ein cool schwadronierender Afroamerikaner so fähig sein kann. Von wegen kampfstilmäßig Arschtritte verteilen.
So kam es, dass "Metro" produziert wurde - inszeniert von Thomas Carter (in erster Linie TV-Regisseur, der aber auch ein paar ansehnliche Sport-/Tanzfilme - "Save the last dance"/"Swing Kids"/"Coach Carter" - in seiner Vita hat) - der Murphy tatsächlich von einer etwas anderen Seite zeigt...

Roper (Eddie Murphy) ist Verhandlungsspezialist in Sachen Geiselnahme (eine Thematik die ein Jahr später in "Verhandlungssache" mit Samuel L. Jackson und Kevin Spacey doch etwas dramaturgisch ausgefeilter serviert wurde) in San Francisco. Und mit der beste seines Fachs.
Darüber hinaus mit einer tendenziellen Spiel-/Wettsucht behaftet. Und seiner Freundin - der Zeitungsreporterin Veronica (Carmen "Seraphina Picquery" aus "Phantastische Tierwesen" Ejogo) - hinterher trauernd, die ihm ob seiner Verschlossenheit vor einiger Zeit den Laufpaß gab.
Als Ropers Kollege Sam (Art "Stirb langsam 2"/"Trespass" Evans) bei der Befragung eines Verdächtigen von diesem erschossen wird, ist Roper fuchsteufelswild.
Wie im Polizeigenre gerne gereicht, will er den Typ, Korda, - gegeben von Michael "The Crow"/"Im Netz der Spinne"/1492" Wincott als psychopathisch-soziopatischer Narziss und Verstandsmensch reinsten Wassers - dingfest machen.
Dabei steht ihm Kevin McCall (Michael "True Romance"/"Deep Blue Sea" Rapaport) zur Seite, der von Roper zum Verhandlungsspezialisten ausgebildet werden soll. Und frisch aus der Scharfschützenabteilung herüber wechselt.
Als es den beiden gelingt Korda nach einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd durch San Francisco dingfest zu machen, hetzt dieser vom Gefängnis aus, seinen leicht zu manipulierenden Cousin auf Veronica.
Diese entkommt in letzter Minute durch Ropers Eingreifen. Und das bringt Korda dazu, dem Knast farewell zu sagen.
Und sich ebenfalls um Veronica zu "kümmern".
Will Roper seine Freundin - selbstverständlich sorgt das Script dafür, dass die zwei sich über die Ereignisse wieder zusammen finden - nicht in Scheibchen rübergereicht bekommen (wie von Korda angedroht), so hat er die Beute aus Kordas Überfall auf einen Juwelier, die in der Polizei-Asservatenkammer schlummert, auszuhändigen.
Zusammen mit McCall macht er sich auf den Weg zur Übergabe...

In den Neunzigern hatte ich an dem weniger Spaß als heute. Auch wenn der scriptmäßig arg konventionell klingt - der hätte auch von Grundprinzip leicht abgeändert als eine "Dirty Harry"-Variante funktioniert, heute wußte der bei mir (ähnllich wie am Vortag bei "Außer Kontrolle") ein Stück weit Boden gut zu machen.
Die ersten zwei Akte sind diesbezüglich ohne Schnickschnack und große Überraschungen gereicht. Und ziehen ihren Stiefel angenehm straight durch. Erst im letzten Drittel taucht dann - vermutlich auf Intervention durch das Disney-Studio selbst - dann der patenitierte Murphy-Plappermaul-Humor auf. Und gerät dem bis dahin funkitonierenden Streifen als Hemmschuh. So als würde das bis dahin produzierte Produkt sich selbst nicht zur Gänze über den Weg trauen wollen. Das gemeinsame Essen in einem Luxusrestaurant - kurz nach der Attacke auf Veronica - das so tonal dramturgisch wie hineingeklebt wirkt, wie auch die letzte Sequenz des Films.
Die somit den Eindruck erwecken als hätte jemand beschlossen: Also bitte, lasst uns an die Mainstream-Fans von Murphy denken.
Die aber bis dahin halt schon wieder anderes gucken wollten, als den hier.
Im Ganzen atmet der Film eher den Geist der Polizeithriller der siebziger und frühen achtziger Jahre abgerundet mit der Actionbambule a la Don Simpson/Jerry Bruckheimer/Michael Bay. Das bricht sich besonders ziemlich genau in der Mitte in einer tollen 8-minütigen Verfolgungsjagd quer durch San Francisco Bahn.
Setzt wahrlich keine Maßstäbe - kann aber problemlos solche von der Murphy-Fanbase heute verklärte Sequels wie "Beverly Hills Cop III" und "Und wieder 48 Stunden" (für meinen Geschmack) problemlos überflügeln.
Und dass ich den vor einigen Jahren hier in irgendeinem Thread als "Stinker" bezeichnet hab, nehm ich hiermit zurück.

6.5/10

Hiernach wird denn auch mal ein Wiedersehen mit Murphy und Robert deNiro (sowie William Shatner) in "Showtime" fällig. Den ich schon damals als nicht so übel erachtet hab, wie der damals auf breitester Front kaputtgeschrieben wurde....
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Alt 28.02.2021, 14:35
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Standard AW: Metro (1997)

Ähem... kleine Korrektur meinerseits. Ropers Kollege wird mitnichten erschossen sondern erstochen. Offensichtlich war mein Gedächtnis beim verfassen der Zeilen grad auf Urlaub....
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