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Alt 21.05.2020, 14:20
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Last Action Hero (1993)

Anno 1993 als DER Sommerblockbuster der Saison angekündigt, der es mit Spielbergs Dinos in "Jurassic Park" aufnehmen sollte. Und von diesen förmlich an den Kinokassen weltweit platt getrampelt wurde.
Hiernach war die Karriere von Arnold leicht angeknackst (was er mittels seiner Auftritte in "Batman Forever" und "Versprochen ist versprochen" noch ein Stück weit unterstreichen sollte) - was mich nicht davon abhielt, den gegenüber Spielbergs Film, der die Neunziger (und die weitere Entwicklung des Blockbusterkinos zu jener Zeit) dominierte (zumindest bis Camerons "Titanic" auf einen Eisberg treffen sollte) ein "Mehr" an Sympathiewerten entgegen zu bringen... Es wurde - nach rund zwanzig Jahren - nun mal wieder Zeit, dem zu begegnen...

Danny (Austin O´Brian - dessen Karrierehöhepunkt neben dem hier die Mitwirkung an "Der Rasenmäher-Mann Teil 1 UND 2" darstellt), 11 Jahre, ist Kinofan. Und als solcher darüber hinaus ein glühender Fan der Actionfigur "Jack Slater" - gespielt von Arnold Schwarzenegger. Jede freie Minute verbringt er in dem angeranzten alten Kino "Medusa", das in Kürze zu einem blinkenden Multiplex-Erlebniskino umgewandelt werden wird (wie ein Ankündigungplakat neben dem Haupteingang verspricht. Blinzele und du hast es verpasst). Als der alte Vorführer Nick (Robert "The Keep - Die unheimliche Macht"/"Christine"/"Gremlins 2" Prosky) ihn wissen lässt, dass er in der kommenden Nacht die Premierenkopie von "Jack Slater 4" zu Testzwecken durch den Projektor laufen lassen muss, ist Danny selbstverständlich Feuer und Flamme, diesem Ereignis beiwohnen zu dürfen. Ausgestattet mit einem Eimer Popcorn allein in dem riesigen Art-Deco-Kinosaal und einem Ticket, das Nick ihm als Erinnerung für dieses Event geschenkt hat. Das Nick einst vom großen Magier Houdini erhalten hatte. Und dessen Magie nach all den Jahrzehnten immer noch wirkt, als während einer Verfolgungsjagd eine Rolle Dynamitstangen mit brennender Lunte AUS dem Film in den Kinosaal geschleudert werden. Und Danny mit entsprechendem Fluchtgedanken entgegengesetzt in Richtung Leinwand Fersengeld gibt. Um sich dann im soeben stattfindenden Film wiederzufinden.
Und von nun an Jack Slater an den Hacken zu kleben - der sich anfänglich von dem Kurzen genervt fühlt. Aber kapiert, dass der über Wissen verfügt, das Slater einen Vorsprung verschafft.
Kunststück - in einer Welt, die nur aus Klischees besteht, kann man als derjenige, der eben diese Mechanismen verstanden und absorbiert hat, problemlos Spaß haben.
Doch als der aufstrebende Killer Bendict (Charles "Auf der Suche nach dem Goldenen Kind"/"Ali G in da House"/"Game of Thrones" Dance) die Eintrittskarte in die Hand bekommt, ändern sich die bislang bekannten Spielregeln....

Selbstironische Selbstreflexion war damals nicht so das Ding der Gesellschaft. Ganz besonders nicht bei Action-Superstars. Weshalb diese von dem damaligen Actionspezi John McTiernan (Stirb langsam/Jagd auf Roter Oktober) inszenierte und u.a. von Zak Penn (Ready Player One) entwickelte und u.a. Shane Black (Kiss Kiss Bang Bang/Lethal Weapon/The nice guys) gescriptete Spassgranate leider (unverdientermaßen) einspieltechnisch nicht zündete.
Sicherlich hat der Film - besonders, wenn er in der "realen" Welt - spielt, ein paar Momente, die (auch heute noch) eine Spur belehrend wirken. Hat mich aber schon damals echt wenig gekratzt.
Da gibt es Werke, die ihre Botschaft wesentlich moralinsaurer (und verpackter) servieren.
Der hier gibt sich diesbezüglich doch schon schwer leichtfüssig.
Und liefert dabei eine Liebeserklärung an all jene - dahin gegangenen - Kinopaläste ab, die vom Zeitgeist überflügelt wurden.
Besonders in diesen Zeiten, in denen die Aussicht, dass existierende Kinos vielleicht nie wieder aufmachen, weil das Couchpotatotum durch die aktuellen Umstände weiter gefördert wurde, eine aus tiefstem Herzen herrlich-naive Liebeserklärung an den Ort, in dem die Magie des Films geboren wurde und leuchtet. Bzw. weiter leuchten sollte.
Kann - durchaus - als verspielt-naive Vorwegnahme von Van Dammes "JCVD" angesehen werden....

Und - was die Riege an Gastauftritten hier drin angeht: ich hatte den Darsteller von "Tod", der hier drin zum Finale eine Stippvisite einlegt, echt nicht mehr auf dem Schirm....
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  #2 (permalink)  
Alt 21.05.2020, 17:24
Benutzerbild von mati
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mati ist auf dem besten Weg
Standard AW: Last Action Hero (1993)

"Last Action Hero" ist für mich der letzte wirklich gelungene Film von Schwarzenegger, in dem er sein ganzes Charisma nochmal versprüht (ich wurde mit True Lies nie so richtig warm).

Das Genre der klischeebeladenen, bunten Action-Cop-Movies, das mit "Jack Slater" durch den Kakao gezogen wird, trifft bei mir einen Nerv. "Beverly Hills Cop" und viele andere Shane-Black-Filme gehen ja in die Richtung. Wenn es die Jack-Slater-Filme aber in echt gäbe, würde ich die saugerne gucken. Insofern war die "reale" Welt und die ganze Handlung mit der magischen Eintrittskarte schon fast ein überflüssiges Anhängsel für mich. Trotzdem ne nette Idee und der Film hat so wenigstens ein Alleinstellungsmerkmal.

Bezüglich des Settings lassen sich einige Parallelen zum 2 Jahre davor erschienenen Terminator 2 ziehen. Dies wurde für "Last Action Hero" ggf. zum Verhängnis, denn dem Vergleich kann er natürlich nicht stand halten.
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