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Alt 12.05.2020, 15:31
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Blood and Wine (1996)

Bob Rafelson zählt zu den Gründern der Filmbewegung des "New Wave" die in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern kurzzeitig erfolgreich neue Wege beschritt, bis das Blockbusterkino unter Spielberg und Lucas ihr den Saft abdrehte.
In jener Zeit traf Rafelson auf Jack Nicholson, der im Laufe seiner Karriere insgesamt sechsmal (wenn man den Cameo in "Head" anno 1968 mitzählt) unter Rafelsons Regie agierte. Keinem anderen Regisseur hielt Nicholson über die Jahrzehnte dermaßen die Treue - auch wenn Rafelsons Beiträge in den Neunzigern - "Man Trouble"(Budget: 30 Millionen/Einspiel: 4 Millionen) und der hier (22 Millionen Dollar Budget - Einspiel: knapp über eine Million) - kaum bis gar keinen Erfolg hatten...

Alex Gates (Jack Nicholson), Weinhändler, lebt schon länger über seine Verhältnisse, sowohl finanziell als auch personenbezogen. Seine Frau Suzanne (Judy Davis) ist ihm lästig, mit seinem Stiefsohn Jason (Stephen "Blade "/"Felon"/"Im Glanz der Sonne" Dorff) verbindet ihn rein gar nichts. Einzig die Aussicht bei wohlhabenden Kunden in deren Abwesenheit ein wertvolles Diamantencollier entwenden zu können, dessen Veräußerung ihn auf einen Schlag sanieren und zu neuen Ufern aufbrechen lassen könnte, hält ihn aufrecht.
Dass er inzwischen eine jüngere Geliebte (JLO Jennifer Lopez) - die ganz zufällig auch noch Kindermädchen in jenem Haushalt ist, den er erleichtern will - hat, versteht sich (irgendwie) von selbst.
Der britisch stämmige "Tresorfachmann" Vicor (Michael Caine), der die lästige Tür zwischen dem Wechsel des Besitzertums öffnen wird, ist ein doch überaus unkalkulierbares Übel.
Das sich im Handumdrehen verschlimmert, als sich die Veräußerung des Diebesgutes dann überraschend verkompliziert. Und der lungenkranke Victor bei der anschließenden Herangehensweise doch immer unfreundlicher wird....

Ein angnehmer Film Noir unter der Sonne Miamis. Die ähnlich kalt bleibt, wie in "Tequila Sunrise".
Jack Nicholson als Mensch, dessen Amoralität - und die Reflektion, an selbiger durchaus ein ganzes Stück weit selbst schuld zu sein - eine Identifikation nicht zur Gänze gelingen will. Ähnlich war er unter Rafelsons Regie schon in "Wenn der Postmann zweimal klingelt" unterwegs. Die Show wird ihm allerdings von Michael Caine gestohlen - der für diese Rolle von Nicholson aus seinem Ruhestand geholt wurde. Ernsthaft: eigentlich hatte Caine damals - Mitte der Neunziger - mit seiner Karriere abschließen wollen; die wohl äußerst unerfreuliche Erfahrung der Dreharbeiten zu zwei TV-Filmen um seinen in den Sechziger und Siebziger Jahren populären "Harry Palmer"-Charakter hatten ihn dazu gebracht.
Hierdurch bekam Caine wieder soviel Spaß daran zu schauspielern, dass er wieder zurück fand. Allein dafür ist dem Film zu danken. Caines Charakter Victor kann durchaus als eine Art negative Seite seiner Figur aus "Zwei hinreißend verdorbene Schurken" angesehen werden - wenn diese einen entsprechenden Niedergang erfahren hätte, die sie nach Miami "gespült" hätte.
JLo - relativ realitätshübsch (sprich: nicht mal annähernd aufgehübscht wirkend - also so, wie in "Out of Sight") - ist, ähnlich wie Stephen Dorff entsprechend bemüht, es mit den zwei schauspielerischen Schwergewichten aufzunehmen. Die Youngster ziehen sich mehr als achtbar aus der Affäre.
Nach heutigen Maßstäben vielleicht ein Stück weit unspektakulär erscheinend - dafür aber von einer Amoral beseelt, nach der man in heutigen Hollywoodfilmen schon schwer suchen muss.
Nice litte gem!
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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