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Alt 11.05.2020, 09:54
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Dudley Do-Right (1999)

Jay Ward schuf als Produzent/Regisseur und Autor in den Sechzigern vier äußerst populäre Zeichentrickserien: "Mr. Peabody and Sherman", "Rocky and Bullwinkle","George aus dem Dschungel" und "Dudley Do-Right".
Nachdem "Police Academy" und "Der Club der Teufelinnen"-Regisseur Hugh Wilson zusammen mit Brandon Fraser mittels "George aus dem Dschungel" einen echten Out-of-the-blue-Hit landete, nahm man die Mär um einen naiven aber herzensguten kanadischen Mountie der Royal States Police in Angriff.
Im Zuge der in den Jahren zuvor inflationär und gleichzeitig erfolgreichen Kinoadaptionen zu denen auch "Casper", "The Flintstones", "Mein Onkel vom Mars" und "Inspektor Gadget" zählten, erschien dies als vollkommen sichere Sache....
Dachte man im Hause UNIVERSAL zumindest....

Dudley Do-Right (Brendan Fraser) ist ein herzensguter .... Vollpfosten im Dienste der Royal States Police Kanadas. Von Kindesbeinen an, wollte er immer nur Mountie sein. Sein Herzenswunsch erfüllte sich - wobei es einen schon schwer wundert - wie der mit seiner Tollpatschigkeit und seiner zeitweise arg hervorstechenden Naivität überhaupt soweit kommen konnte. Neben seinem Traumjob liebt er desweiteren zwei Dinge: Nell Fenwick (Sarah Jessica Parker) - die Tochter seines ehemaligen Chefs (der schon im Ruhestand ist - im Gegensatz zur Cartoonvorlage) und sein Pferd "Pferd". Das seinem Besitzer geistig immer mindestens drei Karottenlängen voraus zu sein scheint.
Auftitt: Snidley Whiplash (Alfred Molina) seines Zeichens "Möchte-gern-Ganz-Groß-Verbrecher".
Der die von Dudley "betreute" friedliche Gemeinde mittels eines Masterplanes - der einen von Whiplash inszenierten Goldrausches beinhaltet - ziemlich schnell durcheinander wirbelt.
Und als Snidley - wie es sich für einen Verbrecher gehört - auch Nell bezirzt (und diese sich den Avancen nicht gänzlich verschließen kann), muss der inzwischen durch eine Intrige unehrenhaft aus dem Staatsdienst entfernte Dudley zu anderen Mitteln greifen....

Alle Nase lang kam eine Sommergroßprodukton vorbei, die - als Blockbuster konzipiert - am Boxoffice gewaltig auf die Nase fiel. Sei es "Howard the Duck", "Hudson Hawk", "Mit Schirm, Charme und Melone" oder "Strange Days". Manch einer davon konnte im zweiten Leben auf Video davon kommen - oder (wie bei "Hudson Hawk" geschehen) schon auf den europäischen Märkten.
Bei "Dudley Do-Right" - der bei einem Budget von 70 Millionen Dollar in den USA damals gerade so über 9 Millionen einspielte - gibt es nix was den irgendwo hätte retten können.
Die Grundidee, die Geschichte um den - im Original nicht einmal halb so tappsigen Mountie - in die Gegenwart des Jahres 1999 zu verlegen, killt einen Großteil des naiven Charmes des Originals. Dabei versucht der Film mittels eines Voice Overs eines (allwissenden) Erzählers noch eine Ebene von Metahumor hinein zu bringen. Und die beiden Hauptfiguren bekommen hier und da Anflüge davon ebenfalls verpasst - Snidley selbstverständlich mehr als Dudley.
Vermutlich hatte Hugh Wilson beim Schreiben des Scripts einen Heidenspaß - vielleicht die Akteure beim Drehen auch. Aber leider kommt davon kaum etwas beim Zuschauer an. Dass sich "Monty Python"-Star Eric Idle für eine zentrale Nebenfigur als "Ausbilder" für Dudley hierbei hergab, unterstreicht die Verzweiflung, die man über die Laufzeit des Films (gerade mal 74 Minuten!) entwickeln kann und darf.
Als alter Trashfilmfan, hab ich mir den 21 Jahre nach der Erstsichtung auf Englisch nun mal auf Deutsch gegeben. Die Synchro half leider auch kein Stück.

Fazit: als wirklich daneben gegangenes Werk für entsprechend Mutige. Und Alfred Molina - der den wahrlich einzigen Grund darstellt, überhaupt mal hiermit in den Clinch zu gehen. Selbst bei der kurzen Laufzeit dürften die meisten wohl auf der Strecke bleiben....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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