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Alt 10.01.2020, 15:29
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Steel - Der stählerne Held (1997) (OT: Steel)

Nachdem Tim Burton anno 1989 mit seiner "Batman"-Interpretation den Filmstudios bewies, dass es einen Markt für Comicverfilmungen gab - die "Superman"-Verfilmungen" der späten Siebziger/frühen Achtziger waren eher die Ausnahme in dem von von George Lucas und Stephen Spielberg beherrschten Markt neben dem sich vom Thriller hin zum Actionbombastboxofficekino entwickelnden Genre - witterte man zu Beginn der Neunziger Jahre Morgenluft.
Doch die meisten Comicverfilmungen der Neunziger blieben hinter den Erwartungen zurück (Rocketeer/The Shadow/The Phantom/Spawn) oder floppten erbärmlich (Tank Girl) - bzw. es wurde gar nicht realisiert, dass die auf einem Comic basierten (MIB/The Mask).
Erst mit Beginn des neuen Jahrtausends bewies MARVEL mittels den "X-Men", dass eine neue Zeit angebrochen war.
Und "Iron Man" ab 2008 führte das Genre in die glorreichen Zeiten, die auch heute noch andauern (auch wenn hier und da durch das visuelle Trommelfeuer - auch mittels inflationär servierter TV-Serien via Streamanbietern - inzwischen eine leichte Form der Übersättigung stattgefunden haben könnte)....
Anyway: die Neunziger standen auch im Zeichen des Übergangs von Superstars des Sports, die den Actionhelden der Achtziger (Schwarzenegger/Stallone/Norris/Van Damme) die Butter vom Brot nehmen wollten.
Während sich "his airness" Michael Jordan mittels des - relativ unverhohlenen - Animationswerbefilms für die NBA (namentlich: "Space Jam") nur ein einziges Mal auf der Leinwand sehen ließ (mit mehr als nur einfach akzeptablem Einspiel-Ergebnis!), waren seine Basketball-Kollegen Dennis Rodman (mit schnellem Hang zu filmischer B- und C-Ware) sowie Shaquille "Shaq" O`Neal ein paar Tage länger filmisch unterwegs. Letzterer - nach anfänglichem mittelmäßigem Start - in Werken wie "Kazaam" (für Disney, als Lampengeist !) und - dem mehr als ansehnlichem "Blue Chips" von William "Der Exorzist"/"Leben und Sterben in L.A."/"Sorcerer - Atemlos vor Angst" Friedkin - tritt heutzutage nur noch in Gastauftritten als er selbst auf.
Schuld daran dürfte wohl sein Einsatz als Superheld in dieser Verfilmung eines DC-Charakters gewesen sein....

Nachdem die Demonstration einer neuen Superwaffe des Militärs im wahrsten Sinne des Wortes "fehlschlug", quittiert der militärische Waffenentwickler John Henry Irons (nomen est omen) relativ angewidert den Dienst.
Sein vor Ehrgeiz zerfressener Kollege Burke (Judd "Breakfast Club" Nelson - mit süffisantem Desinteresse gesegnet hier drin unterwegs) - der den Unfall, bei dem beider Kollegin Susan "Sparky" Sparks (Annabeth "Last Supper"/TV-"Sons of Anarchy"/TV-"Pretty little liars" Gish) gelähmt im Rollstuhl landete, zu verantworten hatte, macht sich derweil - vom Militär mit allen Unehren entlassen - auf den Weg, die entwickelten Waffen auf dem Schwarzmarkt anzubieten (entsprechende Baupläne hat er sich - natürlich - ungefragt als Abgangsentschädigung mitgenommen). Soviel zum Sicherheitscheck anno 90er Jahre....
Ein ehemaliger Bekannter, der seinen illegalen Waffenhandel durch seine Geschäfte mit Arcade-Spielautomaten tarnt (kleines Augenzwinkern hin zu jenen, die grundsätzlich jedem, der Computergames zockt, unterstellen, sehr schnell mit der Waffe zu tun zu haben), gibt Burke die Möglichkeit, entsprechend zu verfahren.
Und als die ersten Waffen mit gaaaanz gaaaanz tollen Möglichkeiten - man denke an den ein Jahr vorab veröffentlichten "Eraser" mit Arnold Schwarzenegger - auf den Straßen von Streetgangs benutzt werden, erscheint auch Henry Jones auf dem Plan.
In einer metallischen Ganzkörperrüstung. Und zeigt dem Gesindel, wo der Hammer hängt.
Nämlich bei ihm - denn "Steel" (so wie man ihn binnen kurzem nennt) - trägt einen Langstiel-Hammer mit integriertem Waffenangebot....

So dämlich wie jugendfreundlich gleichermaßen, kommt einem der Film einer Rolle rückwärts zurück in seelige TV-Serien-Zeiten der späten siebziger und frühen Achtziger Jahre vor. Innovation gibts hier drin nicht für 5 Cent.
Was - nachvollziehbarerer Weise - das Todesurteil am US-Boxoffice bedeutete.
Bein einem - für damalige Verhältnisse überschaubar - von 16 Millionen Dollar, spielte der gerade Mal 1,7 Millionen ein. Und landete bei uns direkt als Videopremiere.
Man kann es WARNER nicht verübeln.
Das Script riecht von vorne bis hinten nach "TV". Und die Inszenierung von Kenneth Johnson - hauptsächlich für die TV-Movies basierend auf dem Kinofilm "Alien Nation", einigen Episoden der "Hulk"-TV-Serie der späten Siebziger und dem zweiten "Nummer 5"-Kinofilm "bekannt" - ist entsprechend formschön unspektakulär.
Als Pilotfilm einer Fernsehserie hätte der - möglicherweise - damals solide Einschaltquoten und - vermutlich - zumindest eine Staffel nach sich gezogen.
Als - vermeintliches - Eventmovie für den Sommer und die Mulitplexe war der - gegen Filme jenes Sommers a la "MIB" "Con Air", "Face/Off - Im Körper des Feindes" oder "Jurassic World - Vergessene Welt" - geradezu chancenlos.
Als Ansichtsexemplar für diejenigen unter Euch, die - von Zeit zu Zeit - gerne mal inszenatorisch zwischen den alten "A-Team"-, "Hart aber herzlich"- und "Ein Colt für alle Fälle"-TV-Episoden hin und her zappen, mag der - eventuell - eine Form von größtmögicher naiver Unschuld darstellen.
Denn die heutigen epischen Comicverfilmungen dürften dem hier - bestenfalls - groteskes Unvermögen auf allen Ebenen bescheinigen.....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (10.01.2020 um 15:34 Uhr)
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