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Alt 16.07.2018, 19:58
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Feuer am Himmel (1993) (Fire in the sky)

Die Siebziger waren nicht nur das Jahrzehnt, in dem Hollywood den Wandel vom "New Hollywood" hin zum Blockbusterkino unter Spielberg und Lucas vollzog - es war auch das Jahrzehnt, in dem UFO´s im Bewusstsein der breiten Masse einen festen Platz bekamen. Vornehmlich ausgelöst durch die um sich greifende Esoterik, kulturell entsprechende Verbindungen ziehende Autoren wie z.B durch den Schweizer Autor Erich von Däniken (dessen Werke allgemein als "phantastische Wissenschaft" bezeichnet werden) und - selbstmurmelnd - Spielbergs "Unheimliche Begegnung der dritten Art" als Krönung jener Strömung.
UFO-Sichtungen und auch Entführungen von Menschen durch selbige, lieferten zu jener Zeit den Stoff für Bestseller und Schlagzeilen in (mehr oder weniger) vertrauenswürdigen Artikeln der investigativen Presse.
Der Fall "Travis Walton" zählte zu eben solchen - und liefert dem Betroffenen Herrn auch heute noch die Möglichkeit, seinen Fall und seine daraus gewonnenen Erfahrungen in TV-Formaten zu verbreiten. Anno 1993 nahm sich Hollywood seiner Erlebnisse, die er in Form eines Bestsellers verarbeitet hatte an. Übermäßig erfolgreich war der Film seinerzeit nicht, was ihn hierzulande zu einer VHS-Videopremiere werden ließ. Aber im Fahrwasser einer damals im TV zum unerwarteten Megahit gewordenen Serie namens "Akte X" im zweiten Leben auf Kassette zum Kultfilm für jene "Believer" werden ließ....

Am 5. November 1975 kehren fünf Männer vollkommen verstört aus den Wäldern der White Mountains in Arizona in einem Diner ein.
Der Anruf bei der örtlichen Polizei, lässt binnen kurzem den mit allen Wassern gewaschenen Frank Watters (James "Detektiv Rockford"/"Space Cowboys" Garner) in dem kleinen Städtchen Snowflake erscheinen. Und ist nicht minder verblüfft, als der örtliche Sheriff: beharren die fünf, die im Auftrag des County in einem bestimmten Gebiet Holz schlagen sollten, darauf, dass ihr sechster Mann - Travis Walton (D.B. Sweeney) - offensichtlich von einem UFO entführt worden ist.
Eine große Suchaktion inklusive Spürhunden in den kommenden Tagen bringt keine weitere Erkenntnis über den Verbleib, des Vermissten.
Von dem Watters annimmt, dass dieser allem Anschein ermordet wurde - ist in den Berichten der fünf Augenzeugen auch von den Spannungen zwischen Walton und dem aufbrausenden Kleinkriminellen Allan Dallis (Craig "Nightbreed" Sheffer) die Rede.
Doch finden sich weiterhin keine Beweise, die diese These untermauern.
Dafür sorgt das Auftreten der Presse in dem kleinen Ort in dem jeder jeden kennt dafür, dass sich ein Klima an Misstrauen breit macht, das dem Anführer der Truppe - Mike Rogers (Robert "T2" Patrick in der - für meinen Geschmack - vermutlich besten Leistung seiner Karriere) das Vertrauen zu seiner Ehefrau zerstört, die dem immer stärker werdenden Druck von allen Seiten nichts entgegen zu setzen hat.
Als Watters eine noch in den Kinderschuhen steckende Erfindung namens "Lügendetektor" anwenden lassen will, gehen die inzwischen einander immer weniger vertrauenden Männer auch zueinander auf Abstand.
Als sie sich schlussendlich beugen und dem Test zustimmen, sind die Ergebnisse alles andere als eindeutig.
Und dann klingelt nächtens bei Rogers das Telefon......

Ein Schelm, der dabei an "nach Hause telefonieren" denkt.
Man kann zu der Ausgangssituation denken was man will - hat man sein Herz an Fox Moulder und Dana Scully verloren, sollte man sich bei dieser Geschichte durchaus zuhause fühlen können.
Der von Robert Lieberman (hauptsächlich als TV-Regisseur tätig, sein größter Kinohit dürfte wohl "Mighty Ducks 3" sein) inszenierte Streifen lebt von dem Unwohlgefühl seiner hemdsärmelig ländlichen Protagonisten, deren Hauptansinnen das wirtschaftliche Überleben über den nächsten Paycheck hinaus darstellt. Und die mit dem Gedanken leben (müssen) ihren Freund aus (durchaus nachvollziehbarer) Angst zurück gelassen zu haben. Was schwer gegen das uramerikansiche Motto "No one will be left behind" geht.
Toll gefilmt von Kameramann Bill "Darkman"/"Army of Darkness"/"Scott Pilgrim"/"Matrix"-Trilogy/"Team America" Pope ist das ein Streifen, der von der wachsenden Paranoia erzählt, die eine ganze Gemeinde in Geiselhaft nehmen kann. Und selbst nach Auflösung die Narben jener Erfahrung niemals vergessen machen kann.
Die wenigen SFX aus dem Hause von George Lucas ILM-Company schaffen darüber hinaus ein wunderbar beklemmendes Ungut-Feeling beim Zuschauer. Auch heute noch.
Immer voraus gesetzt, das "I want to believe"-Motto der Generation "X-Files" lässt eine bestimmte Saite im Betrachter klingen....
Der heutige Regisseur Peter Berg (dessen Karriere einst mit "Very Bad Things" und "Welcome to the jungle" vielversprechend begann und der heute meist mit patriotischer Leistungsschau a la "Boston", "Lone Survivor", "Battleship" oder "Deepwater Horizon" fast immer mit Mark Wahlberg zusammenarbeitet) zählt hier als Darsteller zu denjenigen, die ihren Freund im Stich ließen.....
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (16.07.2018 um 20:02 Uhr)
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  #2 (permalink)  
Alt 16.07.2018, 20:05
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard AW: Feuer am Himmel (1993) (Fire in the sky)

Und dann legt sich der Kater auf die Tastatur und erschafft eine Doublette des Artikels..... Merde!
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Alt 16.07.2018, 21:35
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Irgendwas mit Raumschiffen
 
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S.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich sein
Standard AW: Feuer am Himmel (1993) (Fire in the sky)

Der hat mir als Kind wahnsinnige Angst gemacht (vor allem der Schluss). Aber der lässt sich auch im Erwachsenenalter noch gut schauen. Ist toll gespielt, technisch gut umgesetzt und verfügt über deutlich mehr Bedeutungsebenen als die simple "Gab es oder gab es keine Entführung?"-Frage... Kann man echt nur empfehlen.
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