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Alt 30.06.2018, 19:09
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Jenseits der weißen Linie (1992) (Deep Cover)

Als anno 1991 John Singleton mit seinen "Boyz´n the hood" bewies, dass der Weg, den Spike Lee mit "She´s gotta have it" und "Do the right thing" in den Jahren zuvor beschritten hatte, dass das "Black Cinema" - seit den späten Siebziger Jahren wieder in Tiefschlaf versunken - bereit war, aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen, kamen die Vertreter binnen kurzem in Massen an, dem Genre einen Vitaminstoß zu versetzen.
Inmitten dieser Fülle an Streifen von farbigen/afroamerikanischen Regisseuren und Auteuren (neben Singleton und Lee taten sich noch die Hughes Brothers mit "Menace II society", Mario van Peebles mit "New Jack City" und Ernest Dickerson mit "Juice" hervor) stellt sich der von Michael Tolkien (The Player/Spurwechsel) gescriptete und von Actor/Director Bill Duke (Hoodlum/Harlem Action) stilvoll klassisch inszenierte Streifen als ehrenvolle Respektsbekundung vor klassischen "Hood-Filmen" a la "Straße zum Jenseits - Across 110th Street" und "Chicago Poker - Truck Turner" heraus....

Der junge Polizist Russell Stevens, Jr. (Laurence Fishburne in einer seiner charismatischsten Rollen) wird von einem Mitglied der DEA (Drug Enforcement Assossiation) - gegeben von Charles Martin Smith (bekannt aus Brian de Palma´s "The Untouchables") - rekurtiert. Sein Auftrag: undercover die Drogenszene von LA zu unterwandern.
Und den Neffen des kolumbianischen Botschafters zu enttarnen, auf dass man so an den unter diplomatischer Immunität agierenden Spitzenpolitiker zu Fall bringen kann.
Nach und nach gelingt es Russell - jetzt "John Hull" - sich auf der drogengesellschaftlichen Leiter ein Stück weit nach oben einzubringen.
Nun - mit dem jüdischen Anwalt David Jason (Jeff Goldblum ebenfalls in einer Karrierebestleistung - auch wenn der Mann bereits hier vor "Jurassic Park" einige seiner körperlichen Ticks kultiviert hat) an seiner Seite - geht John zum Angriff über. Hat der ehrgeizige (und zunehmend unkontollierbare) David den Traum eine Synthetische Droge zu kreieren, die Kokain aufgrund ihrer Nebenwirkungen aus dem Geschäft drängen soll. Dafür wird allerdings Geld und Überzeugungsarbeit nötig sein. Was den bislang aufrechten Cop - auch auf Befehl - noch weiter moralisch versumpfen lässt.
Als John seitens seines Vorgesetzten allerdings signalisiert wird, dass der kolumbianische Botschafter aufgrund der sich neu sortierten politischen Lage nicht mehr auf der "Abschußliste" steht, ist die in Gang gesetzte Entwicklung nicht mehr aufzuhalten....

Als grimmig-aufrechter Vertreter des (zu jenem Zeitpunkt seelig schlummernden) siebziger Jahre Thrillerkinos anzusehen. Damit war zum Zeitpunkt des Blockbuster "Whammo"-Kinos aus der Produktion von Joel Silver (Stirb langsam/Lethal Weapon/Ricochet/Last Boy Scout) herzlich wenig Kasse zu machen.
In den USA noch ein kleiner Hit, versumpfte der in Deutschland an der Kinokasse quasi im nu. Um - ähnlich wie zu dem Zeitpunkt hierzulande gefloppte Werke a la "Surviving the Game" oder besagter "Ricochet", wie auch der direkt an den hiesigen Kinos vorbei geschobener "Judgement Night" - auf Video ein langes glückliches Leben zu haben.
Gewürzt mit Dialogen, die keinen Raum für "political correctness" lassen, ein angenehm gealterter Vertreter seiner Zunft, der auch heute noch zu fesseln versteht.
Mit einem Rapscore, der die Szenen unterstreicht aber nicht zusuppt - ähnlich wie der ein Jahr später entstandene "Trespass" von Walter Hill.
Und mit der Entwicklung seiner Figuren mehr Spannung schafft, als gigantische Actionorgien.
Ist eigentlich überreif von einem entsprechenden Anbieter - mit allem Zipp und Zapp plus Booklet - für die jetzige Generation wiederentdeckt zu werden.
Meine Stimme hat er diesbezüglich!
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (30.06.2018 um 19:13 Uhr)
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