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scholley007 16.05.2018 16:53

Cb4 (1993)
 
Chris Rock war in den Neunzigern (u.a. in Dogma/Nurse Betty/Lethal Weapon 4/New Jack City) mal wirklich witzig. Bevor er ab der zweiten Hälfte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends zunehmend in Adam Sandler-Streifen putzige Harmlosigkeit zur Schau stellte...

A "rapumentary" gedreht von "A.White" (Chris Elliott), die den erfolgreichen Lauf der Rapcombo "CB4" (für "Cellblock4") dokumentiert.
Unterstrichen wird ihre "Credibility" durch Interviewbits von Seiten "Ice T", "Ice Cube", Halle Berry, Shaquille O`Neal, "Eazy E" und den "Butthole Surfers".
Die drei Mitglieder jener Combo - Albert alias "MC Gusto" (Chris Rock), Euripides alias "Dead Mike" (Allen Payne - ebenfalls in "New Jack City" dabei und später 7 Staffeln lang in der Tyler Perry Serie "House of Payne" familientauglich im Einsatz) und Otis alias "Stab Master Arson" (Deezer D - später hauptsächlich in "Emergency Room" im Dienste der Allgemeinheit unterwegs - kommen "straight out of Suburbia". Und wollen - mehr oder weniger dringlich - den Erfolg.
Der sich einstellt, als sie - nachdem der Weg als Coverbands von bekannten Formaten erfolglos durchlaufen ist - ihre Stimme/n finden.
Mittels des Namens eines Schmalspurgangsters in dessen Club sie ihre ersten Erfahrungen gesammelt haben, den Albert von nun an trägt, gelingt ihnen durch den untriebigen Producer Trustus (Willard E. Pugh) der erhoffte Erfolg.
Als auf Krawall gebürstete Combo mit politisch-ethnischen Wurzeln krass "Gangsta Style" rollen sie die Charts auf.
Und fallen den Verlockungen des Business zum Opfer.
Mehr oder weniger zufällig...

Anhand der Geschichte der NWA und ihres Erfolgslaufes "Straight outta Compton" - entwerfen Rock und seine Mitautoren eine witzig-coole Sause in der die Protagonisten "Straight outta LoCash" kommen.
Und die Entwicklung der NWA wie durch einen Zerrspiegel ins LaLa Land hieven.
Inszeniert von einer Frau - Tamra Davis - die ähnlich wie Penelope Spheeries (der wir "Wayne´s World" verdanken) hauptsächlich auf dem Gebiet des Musikfilms und Musikvideos bekannt war und immer noch ist, hat der Streifen schon damals neben einer sympathischen "Black Power"-Einspritzung auch die Eier, einen weiblichen Blick durch seine weibliche Nebenbesetzung zu haben, der heutzutage einem Film wie "Wonder Woman" als emanzipatorische Sensation angetackert wird. Da waren wir schon längst. Bis die Dame/n dann wieder im Videoclipbusiness und TV verschwanden.
Von Tamra Davis kamen hiernach noch Werke wie Adam Sandlers ersten US-Kinohit "Billy Madison" (für meinen bescheidenen Geschmack nix, womit sich irgendjemand mit Ruhm bekleckert hat) und der (hierzulande via Video) zum kleinen Kulthit gewordene Kifferstreifen "Halfbaked".
"CB4" erfindet keineswegs das Rad neu - dennoch zählt er (auch heute noch) neben dem hierzulande immer noch nicht auf DVD/BluRay erschienenen "Ghettobusters" (OT: "I´m gonna git you sucka") definitiv zu den komödiantischen Aushängeschildern des "Black American Cinema" seit Ende der Achtziger Jahre.
Heutige Komödien sind da doch schon schwer darauf ausgerichtet, es Weißbroten aus Suburbia extrem gefällig zu machen.....

Dean Keaton 18.05.2018 00:09

AW: Cb4 (1993)
 
Boah, den film hab ich ganz vergessen. Ich mag mich erinnern, dass ich den damals sehr cool fand. Jetzt will ich den mal wieder sehen :)


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