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Alt 22.03.2018, 16:57
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Light it up (1999)

Im Jahr des Amoklaufs an der Highschool von Colombine waren Filme mit grimmiger schulischer Thematik, die während der neu entdeckten Welle an Teeniefilmen nun auch produziert wurden, plötzlich - wen wundert´s - nicht mehr gewünscht. Als erstes bekam den Moralanfall der Kritikerschaft der herrlich alberne Horrorspaß "Die Killerhand" ab. Kevin "Scream" Williamsons "Killing Mrs. Tingle" wurde (mit Reshoots) zu "Teaching Mrs. Tingle" und der hier wurde auch mit Desinteresse seitens des Studios gestraft (so als hätte man plötzlich festgestellt, dass man sich da eine Form von filmischer Cholera gebastelt hat) - weshalb der rund ein Jahr nach dem (mäßigen) Abschneiden auf dem US-Markt dann auch noch für zwei Wochen hierzulande auf ein paar Leinwänden auszumachen war...

An der Lincoln-Highschool, die sich dadurch auszeichnet, dass es so ziemlich am nötigsten - dichte Fenster, dichte Decke, Heizung, Lehrstoff und Lehrer - mangelt, kommt es zu einem Zwischenfall: durch die Suspendierung des beliebtesten Lehrers seitens der überforderten Schulleitung geraten die betroffenen Schüler mit dem Direx aneinander. Der den neuen Wachmann (Forest Whittaker) anweist durchzugreifen.
Was damit endet, dass dieser nach einem Gerangel mit sich widersetzenden Schülern mit einem Schuss aus seiner Pistole verletzt wird.
In der nun folgenden Panik die sich in der Schule ausbreitet, bleiben die unmittelbar Beteiligten unter Führung des cleveren aber stets durch Ungerechtigkeiten wütend seienden Lester (Usher Raymond - der später für seine Sangeskarriere auf den Nachnamen verzichtete) zusammen mit Wachmann als Geisel zurück.
Binnen kurzem ist die Schule durch ein Polizeiaufgebot umstellt und die Medien stürzen sich - befeuert durch "Zeugenaussagen" von schulischen Wichtigtuern - auf diese Situation.
Während den Teenagern die Situation verständlicherweise droht über den Kopf zu wachsen...

Im Cast finden sich noch Rosario Dawson (als der Intelligenzruhepol der Schülerposse), Sara Gilbert als verpunktes Gruftie mit ungewollten Schwangerschaftsproblemen, dem hispanischen Wiseass "Rivers" (Clifton Collins, Jr.), Freddo Starr als dem Young angry black Gangsta in klischeeabgehangener Reinkultur sowie Robert Ri`chard als stillem Künstler "Ziggy", der als Auslöser der Situation gelten kann.
Er fungiert am Ende auch noch als Erzähler - "Sunset Boulevard"-Style.
Als Verhandlungsspezialistin der Polizei wurde Vanessa L. Williams besetzt (die als "Stimme der Vernunft" von außen gelten kann)
Der besondere Coup des Casts allerdings wurde Judd Nelson als Mr.Knowles - der beliebte Lehrer der Kids - den man (wenn man denn will) als Weiterentwicklung seines "John Bender" aus "Breakfast Club" ansehen kann (wenn sich jener das Soziale komplett auf die Fahne geschrieben und auf Lehramt studiert hätte).
Am Ende kann man dieses - politisch korrekte - Werk (das zu einer Zeit entstand, als "Political Correctness" noch ein frommer Wunsch war) als bestmögliche Kreuzung aus "Breakfast Club" meets "Hundstage - Dog Day Afternoon" ansehen.
Inklusive der sozialen Kälte - weshalb der Film auch gleich im Winter spielt.
Hat auch heute noch ein paar dankenswerte Anstöße für das Gespräch mit Kids auf dem Weg in die Teeniezeit.
Was dem Film aber (abgesehen vom extrem schmalzig aufgesetzten Ende) wirklich über die gesamte Distanz IMMER im Weg steht, ist die Inszenierung.
Die die in den Dialogen kritisierte Mackercoolness der männlichen Figuren IMMER mit einer "yo-man"-MTV-Inszenierung aufmotzen muss - so als wären die (erwachsenen) Produzenten vollkommen sicher, was die Kids so wollen.
Am Ende vielleicht ein gesundes Streitgespräch?
Zumindest den Anstoß dazu kann dieses wirklich nicht gänzlich von sich und seinem Anliegen überzeugte Werk auch heute noch liefern....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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