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Alt 19.03.2018, 16:45
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Das Gesetz der Gewalt (1992) (American me)

Edward James Olmos - hauptsächlich bekannt für seine Rollen in der TV-Serie "Miami Vice", "Battlestar Galactica" und "Blade Runner" - ist im privaten Leben sozial sehr aktiv. So erscheint es klar, dass seine Liebe denen gilt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Besonders Kindern.
So war es auch kein Wunder, dass - als das Black Cinema der frühen Neunziger wieder erstarkte (mittels "New Jack City", "Boys from the Hood", "Blood in - Blood out", "Dead Presidents" und "Menace 2 Society") Olmos sich für sein Regiedebüt eine Ganggeschichte um drei Jungendfreunde aussuchte, die ein Vierteljahrhundert umfasst...

Montoya Santana (Olmos), JD (William Forsythe) und Pedro Santana (Sal Lopez) sind sich Ende der fünfziger Jahre einig: auch wenn ihre Liebe ihrem Barrio (dem spanischen Viertel in L.A.) gilt, sie müssen hier raus um Erfolg zu haben.
Und dieser Erfolg stellt sich am schnellsten ein, indem man kriminell wird.
Was den dreien gelingt, indem sie eine Abkürzung nehmen, die sie auf das Territorium führt in dem andere Chicanos das "Sagen" haben.
Wenige kraftmeierische Sprüche später können sie vor einer Übermacht an Verfolgern entkommen, in dem sie in eine Kneipe einbrechen um sich dort zu verstecken. Und sie von dem erzürnten Besitzer gestellt werden, der dafür sorgt, dass JD ein Bein nie wieder wird benutzen können.
So ist der Weg vorgezeichnet: nach der Jugendstrafanstalt - in der Montoya sich "Respekt" verschafft, indem er seinen Vergewaltiger tötet - finden sich die drei in der legendären Haftanstalt Folsom (der Johnny Cash mit der Nummer "Folsom Prison Blues" Ehre erwies) wieder.
Und werden dort zu den "Königen hinter Gittern", da sie den illegalen Fluss von Drogen, Zigaretten und sonstiger Art benötigtem "Kleinkram" kontrollieren.
Doch als sie nach über 20 Jahren nacheinander frei kommen und ihre Macht und ihren Einfluss über die Mauern von Folsom hinaus erweitern wollen, hat die sich draußen weiter drehende Welt sie gar nicht erwartet.
Und ist nun - im Jahr 1978 - auch gar nicht daran interessiert, dass Montoya und seine "Brüder" ein Stück vom Kuchen (bzw den größten Teil davon) einfordern.
Einher mit dieser Erfahrung - und der Erkenntnis, wo seine wirklichen Wurzeln liegen - besteht für Montoya zum ersten Mal die Möglichkeit auf Liebe mit der charakterfesten und stolzen Lehrerin Julie (Evelina Fernandez). Doch scheitert er bei ihr aufgrund seiner Annahme, seinem früheren Leben beinah alles schuldig zu sein.
Das Ende ist erwartungsgemäß ein neuer Anfang des altbekannten...

"The circle of life" - in uncool. Auch wenn sich die Anhänger des hier vorgelebten Machismo nicht müde werden, gegenseitig ihre Achtung voreinander auszusprechen(und ihre Ächtung, wenn denn einer von eben diesem ausgetretenen Weg abkommt/abkommen will).
"Our clicka, our barrio, our familiy - that´s all we got, ese!", wie JD (als Kaukasier, der aber komplett akzeptiert ist, weil er sich wie ein Hispanic gibt) die geltende Maxime (die zugleich einen möglichen Ausbruch von vorn herein ausschließt) ausspricht.
So wie die Freunde vom Schulhof des akzeptierten Lebens eben jenen nie verlassen, weil sie ihn quasi heilig sprechen.
Und die nächste vermeintliche "Mutprobe" (oder meinetwegen auch) "Loyalitätsprobe" wartet auf die nächste Generation. Die aus Trotz (oder auch aus Angst auszubrechen) einfach einen weiteren Kreis zieht.
Wie Jahresringe in einem Baum, der - egal wie groß er wird - eines Tages gefällt wird.
Ein Film mit einem sanften Anflug des Bedauerns ob der verpassten Chancen im Leben - und einer aufrechten rationalen Verzweiflung ob des "sich ergebens" gegenüber dem herrschenden "Status Quo".
Nichts hieran ist heroisch oder romantisch.
Weshalb jemand namens Tupac Shakur diesen Film (laut Info auf "imdb") zu seinem Lieblingsfilm erkoren hat/erkoren haben soll.
Wenn dem so ist, haben neuere Generationen die ihn seitdem gesehen haben, wieder nur das offensichtliche des Films gesehen und ihn immer noch nicht verstanden/verstehen wollen.
Was schon schwer schade ist.....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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