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Alt 19.07.2017, 23:07
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Powder (1995)

Heute würde der Film, der aus dem Hause "Hollywood Pictures" (einer Unterabteilung von "Disney") wohl von vorn herein als "christlich" gefärbter "Fantasystreifen" entsprechend vermarktet werden (für mich war´s damals ein vorzeitiger Gegenentwurf zu "Phenomenon" mit John Travolta, der von Disneys "Touchstone Pictures" ein knappes halbes Jahr später - und auch wesentlich erfolgreicher - ins Rennen geschickt wurde)...

Als man nach dem Tode eines (vermeintlich) allein lebenden älteren Farmers dessen Keller untersucht, staunt die County Police unter Führung ihres erfahrenen Sheriffs Doug Barnum (Lance Henriksen) nicht schlecht. Und zieht die Psychologin und Waisenhausdirektorin Jessie Caldwell (Mary "Zurück in die Zukunft III" Steenburgen) zu Rate: denn einen sechzehnjährigen Albinojungen findet man nun nicht alle Tage. Ganz besonders nicht ein Exemplar wie Jeremy Reed, genannt "Powder" (Sean Patrick "The Boondock Saints" Flanery). Der junge Mann ist nahezu überirdisch begabt und mehr als einfühlsam.
Charakteristika, die ihn schon sehr bald daran zweifeln lassen, dass es eine gute Idee war, ihn aus seinem "Gefängnis" zu "befreien"....

Inszeniert wie ein episodenhaft anmutendes TV-Gleichnis, das man vor oder nach der Sonntagspredigt serviert bekommen kann, "kriegte" mich der Streifen damals durchaus (und CINEMA briet dem damals kritikmäßig doch schon gut eins über) - wenn auch nur streckenweise.
Auch wenn mir Mitte der Neunziger die christlich gefärbte Haltung des Werkes doch eher entschlüpfte - heute nicht mehr.
Vielleicht mag dies Regisseur Victor Salvas "Abbitte" gewesen sein, ob der sexuellen Annäherung die er vorab bei seiner Inszenierung des billigen Horrorstreifens "Clownhouse" einem seiner minderjährigen Hauptdarsteller angedeihen ließ.
Auf jeden Fall erlaubt Salva sich sehr offensichtlich die Inszenierung seiner Neigung auch hier drin, als er Powder einen schwer erziehbaren Jüngling im Waschraum beobachten lässt...
Man wird sehen, in wie weit dies ihm im demnächst anstehenden "Jeepers Creepers III" auch wieder unter kommt (zumindest in Teil 2 war dies auch hier und da zu beobachten).
Wenn man bereit ist, diese Sequenz übersehen zu können, ist der Rest durchaus ansprechend inszeniert.
Auch wenn Jeff Goldblum - mal wieder - einen Großteil seines schauspielerischen "Schticks" (a la "Malcolm" aus "Jurassic Park") serviert (wobei seine schönste und stärkste Szene mit der Textzeile aus dem EELS-Song "Selective Memory" - "...and everything you need to know is answered in one touch" vortrefflich auf den Punkt gebracht wird) und Sean Patrick Flanery vielleicht einen Tick zu stark als haderndes Heilswesen inszeniert wird (da werden durchaus Parallelen zu "John Coffey" aus "The green Mile" sichtbar - vermutlich hat Stephen King den hier mal gesehen und sich davon inspirieren lassen, who knows).
Dafür nahm mich das alte Nebendarsteller-As Lance Henriksen mit seiner Performance komplett für sich ein - vielleicht ist diese auch sehr sehr nahe am Klischee aus der Mottenkiste gestrickt, aber es machte mir nach all der Zeit sehr viel Vergnügen (auch emotional gesehen), ihn mal nicht als Baddie oder Machocharakter erleben zu dürfen. Ich "parke" seine Performance ähnlich wie die, die er in dem (ebenfalls schwer) underrateten "Jennifer 8" absolviert hat.
Und Jerry Goldsmiths - doch ansatzweise kräftig theatralischer - Score, machte mir bei der Wiedersichtung ähnlich viel Spaß wie seine Filmmusik, die er im selben Jahr in dem herrlich dämlichen-dummen "Congo" servierte.

Fazit: Teilweise inspirierend wirkende Mär, teilweise wie ein christlicher Glückskeks (mit Zeigefingerbotschaftszettel) wirkender episodenhaft wirkender Streifen, als christliche Werte noch im TV mittels "Ein Engel auf Erden" oder "Eine himmlische Familie" vermittelt wurden.
Lance Henriksen-Fans wie auch Anhänger von Sean Patrick Flanery sollten sich gut aufgehoben fühlen.....
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Alt 20.07.2017, 13:15
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Standard AW: Powder (1995)

Oha, davon habe ich ja schon ewig nicht mehr gehört. Wir haben uns den damals in der vierten Klasse Gymnasium oder so in Religion angeschaut, wobei unser Lehrer mehr den Außenseiter-Aspekt betont hat, als die "überirdischen" Geschehnisse.
Ich weiß noch, dass mir der Film gefallen hat, aber meine Erinnerungen sind extrem brüchig. Danke für die Erinnerung
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Alt 07.08.2017, 14:24
Benutzerbild von mati
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Powder (1995)

Zitat:
Zitat von scholley007 Beitrag anzeigen
Und Jerry Goldsmiths - doch ansatzweise kräftig theatralischer - Score, machte mir bei der Wiedersichtung ähnlich viel Spaß wie seine Filmmusik, die er im selben Jahr in dem herrlich dämlichen-dummen "Congo" servierte.
Die Filmmusik bei Powder ist katastrophal. Ich denke, wenn die etwas weniger theatralisch wäre, würde ich mir den Film vllt. auch heutzutage noch gerne anschauen. Aber die ist durchgehend so total unpassend und penetrant, dass ich den Film bei meiner letzten Sichtung zeitweise nur auf Mute ertragen konnte.
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  #4 (permalink)  
Alt 07.08.2017, 15:06
Benutzerbild von S.W.A.M.
Irgendwas mit Raumschiffen
 
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Standard AW: Powder (1995)

Zitat:
Zitat von mati Beitrag anzeigen
durchgehend so total unpassend
Ich hab Powder ja net gesehen und kann's für diesen Fall drum auch nicht beurteilen, aber Jerry Goldsmith hatte leider öfters den Drang zum Überdramatisieren. Ich mag seine Musik zwar sehr, bin aber wirklich froh, dass man z.B. in "Alien" gegen seinen ausdrücklichen Wunsch die komponierte Musik wieder rausnahm und ersetzte.
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