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Alt 16.11.2012, 14:21
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Mass Destruction (1997) (aka: Top Mission / Arbeitstitel: St. Pauli Connection)

Es muß ein erhebendes Gefühl sein, wenn ein Werk endlich vollendet ist.
In diesem Fall dürfte es vermutlich andere Gründe gehabt haben: vermutlich haben Filmverleiher in Europa samt und sonders abgewunken als ihnen dieses Werk unterkam.
Und so gingen nunmehr 15 Jahre ins Land, bis es denn unter dem oben angegebenen Titel mit einem Cover versehen, das sich SCHAMLOS bei dem Artwork von "G.I.Joe" bedient (was die Bildaufteilung und die Farbgebung anbegeht!) um so dem Konsumenten Glauben zu machen, dass er hier "Biggest German Action Flick ever" zu sehen bekommt.
Ich darf mir erlauben zu bemerken, dass Til Schweigers "Schutzengel" (der einen Großteil seiner Kritikerschelte wegen Schweigers arroganter Haltung der Presse gegenüber verdankt) nach Sichtung dieser "Monstrosität des Banalen" nahezu gänzlich rehabilitiert scheint....... Wohlan:

Ein Flugzeug landet. Während die Credits eingeblendet werden, werden Fotos der Ankömmlinge gemacht. Explizit zwei haben es dem Sucher des Knipsers angetan.
So lernen wir besonders Cay Hume kennen: Hauptdarsteller, Regisseur und Co-Autor dieses Streifens.
Und von der Optik die türkische Ausgabe von Anton Chigurh (No Country for old men).
Unter dem Vorsitz von Heiner (Heiner Lauterbach - scheint für seine Kurzauftritte mit dicken Zigarren bestochen worden zu sein. Die raucht er schon vor der Kamera weg) sitzen da die TOP-Agenten von was auch immer.
Walker wollen sie kriegen. Einen Terroristen. Nehme ich mal an. Schon da war meine Aufmerksamkeit weniger von den (ich nenn sie mal) "Dialoge"n gefesselt als von den "Darstellern".
Und dem Büro, das den Anschein erweckte, dass dort normalerweise der Vizefilialleiter der "Sparkasse" Rechnungen verschiebt.
Eine (vermutlich von "Diercke Weltatlas" gesponserte) Weltkarte hängt hinter Heiner an der Wand. Da fehlen eigentlich nur noch ein paar Fähnchen drin.
Und Jeff, Joe, Jürgen und Michael (Hume) sitzen drum rum und passen schön auf, wie Lauterbach... pardon "Heiner"... ihnen samt und sonders Methodacting beibringt.
Grimmig kucken, an der Zigarre ziehen und Aktenmappen von links nach rechts ausgeben.
Die endneunziger Mode tut ihr übriges dazu.
Die orale Fixierung der Hauptfiguren - Zigarren, Suppen (Michael schlürft sich eine zurecht während er TOTAL unauffällig die böse Buben-Zunft einen Tisch weiter begutachtet!) oder Weintrauben. Alles muß in den Mund. Dann kommen wenigstens nicht solche Sätze raus, wie der:
"Was wollen Sie?" - "Halt´s Maul!"
Ja so liebt man Kommunikation zwischen Geisel (weiblich, jung, blond) und Entführer.
Da bleibt Michael der Suppenlöffel in der Gulaschsuppe stecken. Flugs aufgemacht und die Entführer aufgemischt.
Immerhin gibt´s da ein paar hinter die Öhrchen.
Und die somit vor der Entführung bewahrte Lisa darf (mit ordentlich Blut aus der aufgeplatzten Unterlippe am Kinn) glücklich nach Hause fahren.
Dort bekommt die Gute einen Anruf: "Du gehörst mir!" zischt da ein unfreundlicher Schatten und sorgt dafür, dass Lisa schnurstracks zu Michael fährt um ihn um Hilfe zu bitten.
Please, be my Bodyguard.
Kernige Kerle wie Michael wollen nicht so die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen, also bittet er sich Bedenkzeit aus.
Die reicht exakt bis zur nächsten Einstellung, in der er sich im Hause von Lisas Papa und ihrer Brüder vorstellt.
"Das Ei eines Dinosauriers. Es ist 7 Millionen Jahre alt!" erklärt Lisas Bruder dem Fremden, der die Auslegeware begutachtet.
"Das ist Michael!", strahlt Lisa.
Und da die gesamte Family (nebst "Bodyguard" und Geschäftsführer) nacheinander auftauchen, dauert die Vorstellung ein Weilchen.
Den Vogel schießt folgender Moment ab:
Lisa - "Das ist Gerd. Unser Bodyguard. Gerd, das ist Mr. Michael."
Michael (zu Gerd): "Nennen Sie mich Michael"
(Das Script verrät nicht, ob Michael nun wirklich "Michael Michael" heißt - aber da es Micheal egal ist, sei es uns auch selbiges)
5000 DM sind Michaels Forderung (remember: der Streifen ist 15 Jahre alt) - und nach ein bißchen Kasperei bewilligt Papa Patriarch Ludwig die Summe.
Nun macht der Streifen eine kollossale Rolle rückwärts und lässt den anfangs beschworenen Agenten-Actionfilm (gemach!) zu einer Symbiose aus "Bodyguard" und "Das Erbe der Guldenburgs" mutieren.
Das zarte Knöspchen zwischen Lisa und Michael hat aber noch ein wenig Zeit zum erblühen, denn Michael erreicht beim Familiendinner ein Anruf:
Walker will Waffen kaufen.
Also auf auf zu einer entsprechenden Geldübergabe. Dort werden Michaels Kollegen binnen Sekunden enttarnt. Nummer Eins endet mit blauen Bohnen und darf sich für den Rest des Films zwecks Verdauung entschuldigen.
Nummer Zwei darf hoffen als Geschnetzeltes zu enden - Walkers Dummbeutel Boris (Erkennungsmerkmal: unschicker Zopf, dämliches Lachen und ein überbetont mehrfach wiederholtes "Du ArschElochE") macht schon mal die Papierschneidemaschine scharf.
Doch Michael kommt vorbei - nachdem er draußen "Die gefürchteten 5" (Statisten) nach entsprechender Rainer Brandt-Begrüssung ("Ah - die Rollmöpse") vermöbelt hat - und rettet den Tag.
Der flüchtende Walker endet in einer formschönen Explosion im Auto, die samt und sonders als "Stock Footage" aus einem anderen (hoffentlich besseren) Film zu erkennen ist.
Hinweis: Ich nehme mal an, dass es Walker gewesen ist, bin mir aber nicht wirklich sicher, da die Dialoge die Banalität zum Wesentlichen Bestandteil des Wirkens der "Figuren" erhoben haben. Wirklich "relevantes" scheint immer in Nebensätzen zu verschwinden - und genau dann hat einen diese TV-Inszenierung zu sehr am Wickel.
Aber vielleicht hat dies Methode.
Damit man dieses Werk zweimal schaut...... denn nun geht´s zur Geburtstagsparty von Lisa, bei der kontrolliert wird, dass die Schwarte kracht. Damit sich niemand Zugang verschafft, der nicht auf der Gästeliste steht....
...denn die Hälfte von Lisas Familie - die ihren Reichtum ihrer Waffenfabrik verdankt - ist in die schmutzige Geschichte mit Walker verwickelt....

Ein Film der die Nebensächlichkeit zum Zentrum seiner grandios unspannenden Geschichte erhoben hat.
Und die knapp zweistündige Laufzeit zur echten Geduldsprobe mutieren lässt.
Als weltweit verbreitete "Massenvernichtungswaffe" ist der Streifen vermutlich ähnlich effektiv, wie der legendäre tödliche Witz, den einst "Monty Python" zum Einsatz brachten.

15 Jahre sind eine lange Zeit. Vermutlich erinnert sich Heiner Lauterbach nicht mehr an ihn.
Bestenfalls die gesamte Hamburger Jungmenschenschaft, die vermutlich allesamt in ihrer Langeweile frisch vom örtlichen Tennisplatz für die Haupt- und Kleinstrollen weggecastet wurden.
Die lange überfälligen "Zlatko - Der Film" sowie die immer noch im Giftschrank gehaltene Realverfilmung von "Nick Knatterton" KÖNNEN einfach nicht so schlimm sein, wie dieser Schnarchsack hier.
Den es - auf Blu-Ray - auch in 3-D gibt!!!!!!
Fahre aus, Satan!!!!!
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Alt 17.11.2012, 01:33
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Chili Palmer ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Mass Destruction (1997) (aka: Top Mission / Arbeitstitel: St. Pauli Connection)

Den film hab ich in der ofdb so boes zerrissen das die kritik rausgenommen wurde... die mail hab ich sogar noch
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