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  #16 (permalink)  
Alt 10.11.2007, 21:23
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Yo sorry, jedem sein Weltbild! Aber wenn man nun ausgerechnet Jodie Foster unterstellt absichtlich ein reaktionäres Frauenbild zu kultivieren und mit dem Raster-Elektronenmikroskop nach einem Subkontext bohren muss, um in Alien die Degradierung der Frau zum geschlechtslosen Wesen zu belegen, dann kann es um die Emanzipation so schlecht nicht bestellt sein. Auf mich wirkt das eher so, als ob da jemand mit seinem Image als Frauenversteher kokettiert. Ich wünsch Dir viel Glück...
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  #17 (permalink)  
Alt 10.11.2007, 21:48
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glides thru the f*cking Matrix
 
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Doc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich sein
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Yo, sorry, Rüdiger, aber andere haben auch eine Meinung, ne?
Außerdem nimmst du einiges viel zu ernst. So sans halt, die Amis, oder die Hollywoodianer.

Du unterstellst eine Absicht, wo mit Sicherheit keine vorhanden war, trotz 100 Mille. Und wenn ich will, dann interpretiere ich sogar in Bambi eine Allegorie auf alleinerziehende Väter, auf Naturschutz oder die Waldbrandverhütung hinein.

Zitat:
Zitat von Rüdiger Beitrag anzeigen
Und warum DIR das wurscht war, kann ich mir denken...
Vorsicht, ich glaube nicht, daß du mich so gut kennst...

Zitat:
Zitat von Rüdiger Beitrag anzeigen
In der Hoffnung, jetzt nicht wieder der Klugscheißer vom Dienst zu sein...
Tu nicht so, als ob dir's leid tut. Ich genieße das, solange es nicht ausartet...
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Nyke Daenerys Jelmazmo hen Targario Lentrot, hen Valyrio Uepo anogar iksan. Valyrio muno engos nuhys issa.

"Sean Bean is a living spoiler."
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  #18 (permalink)  
Alt 10.11.2007, 22:54
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Gebannter kann sich nur bessern
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Ich stimme Baby Lazy zu. Man kann überall Verschwörungen und Absichten hineininterpretieren. (Das mit Bambi.. *gg* )

Dennoch finde ich den Gedanken von Rüdiger ganz interessant.
Kann ja auch was wahres dran sein, oder verbieten dies die Naturgesetze ?
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  #19 (permalink)  
Alt 11.11.2007, 11:42
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Rüdiger ist auf dem besten Weg
Standard AW: Contact (1997)

Na gut, das mit Deutschlehrer stimmt. Wird zumindest einmal stimmen, wenn es der Arbeitsmarkt einmal zulässt.

Frauenversteher stimmt sicher auch, aber damit hab ich kein Problem.

Tut mir (ehrlich) leid, dass ich zu wenig Konjunktive in meine Auslegungen einbaue, ich werds in Zukunft nicht mehr so allgemeingültig formulieren.

Ironie der Sache ist aber, die Interpretation von Bambi ist m.E. sogar richtig. Es geht einfach darum, Drehbücher unter bestimmten Gesichtspunkten ernst zu nehmen. Und wenn ein Film verdammt erfolgreich ist, dann muss er schon etwas erzählen bzw. ein Weltbild imaginieren, das einer gewissen Bedürfnisslage entpricht.
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Ich sehe tote Menschen.
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  #20 (permalink)  
Alt 11.11.2007, 19:32
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Zitat:
Zitat von Rüdiger Beitrag anzeigen
Unter der Erde der Papa (ein Mann) - wegen dem sie alles tut, was sie tut.
Okay, die Väter sind tendenziell eh Männer und die Chancen auf Vater- bzw. Mutterrolle sollten etwa bei 50:50 liegen. Sicherlich gibt es speziell in amerikanischen Filmen eine leicht einseitige Fixierung auf Vater-Sohn-Konstrukte wie z.B. in TOP GUN oder STAR WARS. Und im Kontext des sexuellen Missbrauchs gibt es logischerweise einen Schwerpunkt bei Vater-Tochter-Konstellationen wie z.B. in CHINATOWN, TAUSEND MORGEN oder auch CIDER HOUSE RULES. Darüber hinaus sehe ich aber nicht, inwiefern in CONTACT eine tote Mama eher der aktuellen "Bedürfnislage" entsprochen hätte wie ein toter Papa...

Zitat:
Zitat von Rüdiger Beitrag anzeigen
Im Orbit der Milliardär, der alles finanziert.
Mir persönlich sind eigentlich nur männliche Milliardäre bekannt, daher erscheint mir das nicht besonders unrealistisch. Wenn ich mir Paris Hilton als Sponsor für wissenschaftliche Experimente (jenseits von Mode, Kosmetik und plastischer Chirurgie) vorstelle - dann wäre dies sicherlich eine interessante Variante, aber im Handlungsrahmen von CONTACT auch nicht zwangsläufig eine Verbesserung...
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  #21 (permalink)  
Alt 11.11.2007, 20:25
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Zitat:
Zitat von Rüdiger Beitrag anzeigen
Auf der Erde der Prediger, der eh schon alles besser weiß.

Am Ende der Prediger, in dessen Arme sie latscht, weil sie als bockige Einzelgängerin endlich kapiert hat...
Okay ich geb's zu: Die Idee, den Prediger durch eine Predigerin zu ersetzten, hat schon was...
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  #22 (permalink)  
Alt 11.11.2007, 20:28
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Lara ist hier bekannt und geschätztLara ist hier bekannt und geschätztLara ist hier bekannt und geschätztLara ist hier bekannt und geschätztLara ist hier bekannt und geschätztLara ist hier bekannt und geschätztLara ist hier bekannt und geschätzt
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Zitat:
Zitat von Rüdiger Beitrag anzeigen
Am Ende der Prediger, in dessen Arme sie latscht, weil sie als bockige Einzelgängerin endlich kapiert hat...
Muss ich irgendwie übersehen haben...
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Wir sind die, mit denen du als Kind nie spielen durftest.
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  #23 (permalink)  
Alt 11.11.2007, 21:03
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Gebannter kann sich nur bessern
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In Zukunft wird es sicherlich mehr weibliche Milliardäre geben als jetzt, da die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes, weit unter der einer Frau liegt.
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  #24 (permalink)  
Alt 28.10.2014, 14:32
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Zitat:
Zitat von Doc Lazy Beitrag anzeigen
Wenn es dich gleich so aus den Socken haut, naja... *tätscheltätschel*
Ich mach mal hier weiter...

Es haut mich eben gerade NICHT aus den Socken...

Spoiler: Anzeigen
Ich mochte die Grundidee, die Maschine, und die Tatsache, dass ausgerechnet dem "Beweis-Menschen" Ellie am Ende jeglicher Beleg fehlt, ihre Erfahrungen zu beweisen. Aber die religiöse Symbolik beschränkt sich ja nicht nur auf die Kommission und deren hirnrissige Entscheidung, sondern sie geht über die Terroristen/Sabotage bis hin zur Agnostikerin Ellie selbst, die über die Aufarbeitung eines plakativen Vater-Tochter-Traumas wieder zu ihrem religiösen Glauben findet... der sich wiederum in einem von Außerirdischen generierten "Garten Eden" manifestiert.
Das ist ein als SciFi verkleidetes Glaubensbekenntnis und das verträgt sich aus meiner Perspektive überhaupt nicht. Und es kokettiert eben wieder mit diesem verklärten "Gotteskinder-Status": Mögen doch wenigsten die Götter/Aliens den "Wert" der Menschheit erkennen, während die sich gegenseitig nur die Köpfe einschlagen und ihren begrenzten Lebenraum immer weiter einsauen...
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  #25 (permalink)  
Alt 28.10.2014, 15:12
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Doc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich sein
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Zitat:
Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
Ich mach mal hier weiter...

Es haut mich eben gerade NICHT aus den Socken...

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Ich mochte die Grundidee, die Maschine, und die Tatsache, dass ausgerechnet dem "Beweis-Menschen" Ellie am Ende jeglicher Beleg fehlt, ihre Erfahrungen zu beweisen. Aber die religiöse Symbolik beschränkt sich ja nicht nur auf die Kommission und deren hirnrissige Entscheidung, sondern sie geht über die Terroristen/Sabotage bis hin zur Agnostikerin Ellie selbst, die über die Aufarbeitung eines plakativen Vater-Tochter-Traumas wieder zu ihrem religiösen Glauben findet... der sich wiederum in einem von Außerirdischen generierten "Garten Eden" manifestiert.
Das ist ein als SciFi verkleidetes Glaubensbekenntnis und das verträgt sich aus meiner Perspektive überhaupt nicht. Und es kokettiert eben wieder mit diesem verklärten "Gotteskinder-Status": Mögen doch wenigsten die Götter/Aliens den "Wert" der Menschheit erkennen, während die sich gegenseitig nur die Köpfe einschlagen und ihren begrenzten Lebenraum immer weiter einsauen...
Wie gesagt, die religiöse Thematik (nicht Symbolik IMO) gehört für mich zur Story, da sie nun mal in unserer Zivilisation relevant war, ist und wohl noch lange sein wird. Für mich ist auch realistisch, daß der
Spoiler: Anzeigen
Attentäter ein fanatisch religiöser Technikabschwörer ist.
. Fand die Idee sehr gelungen.
Spoiler: Anzeigen
Und das die Agnostikerin im Film "bekehrt" wird, habe ich nicht daraus entnommen. Für mich ist und bleibt sie Agnostikerin. Der am Ende angesprochene "Glaube" bezieht sich für mich darauf, ob man ihr eben die Geschichte abnimmmt oder nicht bzw. wie sie selbst darüber nachträglich reflektiert. Das sie sich dadurch irgendeiner religiös behafteten Sichtweise ergibt, geht aus dem Drehbuch nicht hervor.
Nicht für mich.

Das heißt im Grunde, daß wir beide den Film unterschiedlich interpretieren. Ein SciFi verkleidetes Glaubensbekenntnis erkenne ich nicht. Den verklärten "Gotteskinder-Status" kann man hineininterpretieren, man kann es aber auch lassen.
Spoiler: Anzeigen
Der von Außerirdischen generierte "Garten Eden" ist für mich eben nur die beste Methode, die Kommunikation mit der Menschheit aufzunehmen. Wobei das Alien ja alles aus Arroways Verstand entnimmt, was er dazu braucht und dadurch entsteht die bekannte Meer-Strand-Kulisse. Das Ziel ist ja, das der Besucher das Konzept begreift und die Art der Illusion (die sie ja auch durchschaut, der sie sich aber trotzdem nicht entziehen kann) ist nur die "beste" Möglichkeit, das dieser das auch versteht. Und bei aller Agnostik ist Arroway ein sehr emotionaler Mensch, eben auch noch mit einem Vater-Tochter-Trauma. Was liegt also näher, als sich ihr, der Vertretung der Menschheit, in Gestalt des Vaters zu nähern?


Mir stellt sich u.a. auch die spannende Frage: Wie wäre das abgelaufen, wenn jemand anderes die Reise gemacht hätte? In welcher Gestalt und in welcher Umgebung hätte Drumlin das erfahren? Zum Glück war es Arroway und das war auch so gedacht. Carl Sagan war wohl letztendlich auch Agnostiker.
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  #26 (permalink)  
Alt 28.10.2014, 18:14
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Zitat:
Zitat von Doc Lazy Beitrag anzeigen
Wie gesagt, die religiöse Thematik (nicht Symbolik IMO) gehört für mich zur Story, da sie nun mal in unserer Zivilisation relevant war, ist und wohl noch lange sein wird.
Gar kein Frage, seit Menschengedenken werden unter der Fassade von Glaube/Religion egoistische Interessen ausgefochten. Wir leben in einer Zeit in der sich mündige Bürger die Zähne einschlagen über der existenziellen Frage, ob in Klassenzimmern ein Kruzifix hängen darf/muss. Wie glaubhaft ist es da bitteschön, dass sich in dieser chaotischen/militanten Glaubensvielfalt irdischer Religionen überhaupt eine "Ethik-Kommission" bilden lässt, geschweige denn dass man sich auch noch auf einen einzigen "Repräsentanten für Außerirdische" einigt? Das ist doch geradezu grotesk. Und wäre es tatsächlich ein nur im Ansatz in der Realität verwurzelter Maßstab an Astronauten/Wissenschaftler, dann hätte noch kein Mensch den Mond betreten...

Und es bleibt für mich ein unlösbarer Widerspruch, wenn einerseits Gewalt und Grausamkeit auf dem Schlachtfeld der Religion thematisiert wird, andererseits dann aber eine quasi theologische Entität (Götter, Aliens, whatever) aus dem Hut/Weltall gezaubert wird, die diesen Umtrieben eine moralische Absolution erteilt (ihr macht zwar nur Blödsinn, aber ihr seid trozdem zu Höherem bestimmt). Dann doch lieber eine gänzlich säkularisierte Version, das wirkt glaubhafter und weniger eitel...
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  #27 (permalink)  
Alt 29.10.2014, 10:28
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Ich seh's wie Lazy. Die Begegnung zwischen Vater und Tochter war doch ausdrücklich nur sinnbildlich, um ihr persönlich die Kommunikation einfacher zu machen.
Dass die Szene theatralisch wirkt, find ich völlig ok. In einer fremden Galaxie auf den eigenen, toten Vater zu treffen, ist schwer, ohne emotional zu werden.

Was nicht im Geringsten sinnbildlich ist, ist die negative Seite der Religion, nämlich der Fanatismus, der gewaltsam dagegen arbeitet, die Wahrheit zu entdecken.

Zu der "quasi theologische[n] Entität (Götter, Aliens, whatever)":

Götter und Aliens find ich zwei überaus verschiedene Sachen. Die einen sind Märchen, die anderen sind (in diesem Fall jedenfalls) Realität. Wenn der Film das gleichsetzt (was ich da nicht zwingend rauslese), bedeutet das doch, dass das, was die Menschen als Götter anbeten, eben keine derartigen "übernatürlichen" Wesen sind, sondern schlichtweg andere, weiter entwickelte Lebewesen. Das wäre eine eher untheistische Sichtweise.
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Geändert von Flex (29.10.2014 um 10:34 Uhr)
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  #28 (permalink)  
Alt 29.10.2014, 11:08
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Wie Flex schon schrieb…

Außerdem:
Die von dir „Ethik-Kommission“ genannte Befragung ist doch genau das eigentlich nicht, wenn ich mich recht erinnere. Stattdessen dient dieser Ausschuss eigentlich der Auswahl des irdischen Repräsentanten aus einer Reihe von Kandidaten. Erst am Ende der Befragung bekommt die Szene den quasi religiösen Touch in dem Palmer Joss Arroway eine direkte Frage stellt. DIE Frage. Und er tut das im Grunde auch nicht weil er tatsächlich verhindern will, das eine Agnostiker die Reise antritt, sondern er tut das aus ganz persönlichen Motiven. Und er ist sich absolut bewußt, das ihre Antwort das Aus für Ihre Kandidatur sein wird. Er kennt sie so gut, daß er im Voraus weiß, wie sie antworten wird und ihr darauf folgender Blick zu ihm (gut gespielt von Jodie!) sagt wortlos „Warum stellst ausgerechnet du mir diese Frage? Wie kannst du nur?“. Das darauf folgende Gespräch klärt es dann nochmal deutlich auf. Und das ihre Antwort im konservativen Amerika einen Shitstorm auslösen würde, ist dem Ausschuss bewußt, deshalb kann die Entscheidung auch nicht anders ausfallen. Ich sehe das im Film als gelungene Kritik an eben diesem Amerika.

Und dir wäre wirklich eine gänzlich säkularisierte Version lieber? Wirklich? Sorry, aber das glaube ich dir keinen Moment. Dann würdest du wahrscheinlich überhaupt nichts Gutes an dem Film finden. Wie die meisten von uns…


Ich glaube mittlerweile fast, daß deine Erinnerung dir einen Streich spielt. Nochmal vorgeschlagen: Zweitsichtung?
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  #29 (permalink)  
Alt 29.10.2014, 11:49
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Zitat:
Zitat von Flex Beitrag anzeigen
Götter und Aliens find ich zwei überaus verschiedene Sachen.
Da bin ich ganz bei Dir. Insofern ist es wohl tatsächlich eine Sache der Interpretation. Mir persönlich werden da einfach zu viele Indizien gelegt (fängt schon mit Ellies Frage ganz am Anfang an, ob sie mit einem Funkgerät auch ihre tote Mutter erreichen kann, wenn dessen Reichweite nur groß genug ist), die nicht nur einen (wissenschaftlichen) Glauben an Außerirdische, sondern auch einen (religiösen) Glauben an Gott und ein Leben nach dem Tod etc. tangieren (@Lazy deshalb "Symbolik").
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Und wenn mir ein Alien in Form eines Bekannten/Verwandten erscheint (weil er dessen Aussehen irgendwo aus meinem Gedächtnis/Erinnerungen holt), dann geht das völlig in Ordnung, aber wenn er mir dann die Story von der großartigen Aliengemeinschaft da "draußen" erzählt, in die irgendwann dann auch die Menschheit aufgenommen wird, wenn sie denn mal "reif und erwachsen" genug sind, dann werde ich schon wieder misstrauisch. Denn das klingt schon wieder nach Moses, nur halt ohne Steintafeln...

@Lazy
Die letzte Sichtung ist erst einige Monate her (ich hab das Teil ja sogar im Regal) und man muss nicht alles mögen...
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Alt 29.10.2014, 12:07
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Zitat:
Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
Mir persönlich werden da einfach zu viele Indizien gelegt (fängt schon mit Ellies Frage ganz am Anfang an, ob sie mit einem Funkgerät auch ihre tote Mutter erreichen kann, wenn dessen Reichweite nur groß genug ist), die nicht nur einen (wissenschaftlichen) Glauben an Außerirdische, sondern auch einen (religiösen) Glauben an Gott und ein Leben nach dem Tod etc. tangieren (@Lazy deshalb "Symbolik").
Das Thema Religion durchzieht den Film konstant, das ist ganz klar. Ich finde nur nicht, dass der Film in diesen Fragen zu einem theistischen Ergebnis kommt.

Der Zwist zwischen McConaughey und Foster bringt so manchen Aspekt der Debatte ziemlich gut auf den Punkt. McConaughey ist vollkommen überzeugt, im Recht zu sein, da er die Mehrheit (sowohl der Bevölkerung als auch der Regierung) auf seiner Seite hat.

Foster, als Wissenschaftlerin, hat diesen Luxus der absoluten Gewissheit nicht, also kann sie auch nicht aus einer Position absoluter Gewissheit heraus argumentieren.
Der Frust darüber steht ihr ins Gesicht geschrieben.
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