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Alt 02.11.2018, 16:55
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Garp und wie er die Welt sah (1982) (The world according to Garp)

Das Leben. Und was es mit uns macht. Während wir doch so sicher gewesen sind, die Herren und Herrscherinnen unseres Schicksals zu sein.
In der Verfilmung von John Irvings Bestseller darf der Protagonist (und Alter Ego des Autors) den "Circle of Life" durchschreiten - meist unspektakulär und dennoch richtungsweisend...

T.S. Garp (Robin Williams) hat seinen Vater nie kennengelernt. Brauchte er auch nicht, da seine Mutter Jenny (Glenn Close), eine ausgebildete Krankenschwester, sich ihren Kinderwunsch auf höchst effektive Weise selbst erfüllte.
Ihr Junior - der in jungen Jahren nichts weiter über seinen Erzeuger erfährt, als dass dieser ein Flieger im 2. Weltkrieg war - hat zeitlebens ein Wunsch zu fliegen.
Doch verorten ihn sein Werdegang und sein Talent zum Schreiben auf der Erde - und seine Gedanken dürfen aufsteigen.
Er ehelicht die Liebe seines Lebens, Helen (Mary Beth Hurt) nachdem er Schriftsteller geworden ist.
Auch wenn seine (liebevolle aber stets übermächtige) Mutter ihm zeitlebens den Rang ablief, indem sie ein (auf Erinnerungen fußendes) Buch schrieb, das dem Feminismus der USA zum Manifest gereichte.
Gegen so einen Schatten ist schlecht ankommen - und so beginnt das zweite Leben als Familienmensch. Mit einer Ehefrau, die an der Universität lehrt, an die sie beide einst als Studenten gegangen sind.
Derweil wir das Haus der Großeltern zum zentralen Anlaufpunkt des Feminismus und Jenny zu einer wahren Ikone.
Die kleinen Ausbrüche aus dem Alltag als Familienvater geraten dem so gern ambitionierten und nun irgendwie sich gefangen fühlenden T.S. klischeehaft - oder wie kann ein Fehltritt mit dem jugendlichen Babysitter sonst bezeichnet werden.
Die liebende Ehefrau will da nicht nachstehen - und revanchiert sich mit einem Studenten.
Das daraus resultierende Unglück zwingt alle Beteiligten sich darauf zu besinnen, warum man vor Jahren einst zueinander fand.
Und wenn man glaubt, endlich aus dem Schlimmsten "raus zu sein", erwischt einen die Unterströmung der Gezeiten und zieht einen raus aufs Meer - dort wo nichts mehr sicher ist....

Genug Metaphorik für einen Thread. Aber da der Film auch so operiert, hab ich das mal so nüchtern wie möglich hinein gepackt.
Ansonsten gelingt dem Werk von Regisseur George Roy Hill (Zwei Banditen/Schlappschuss/Der Clou) das Leben eines zufällig Kreativen so bedeutsam wie unbedeutend uneitel zu bebildern.
Woraus der Film seine Kraft zieht, in dem er stets bei seinen Figuren bleibt - ohne inszenatorisch überhöhten Nonsens. Und Robin Williams - in seiner ersten dramatischen Rolle - dankt es ihm mit einer einnehmenden Performance, die zu seinen besten zählt.
Wobei ihm die hierfür mit Oscarnominierungen bedachten John Lithgow (als transsexueller Footballspieler) und Glenn Close (deren erste Kinofilmrolle dies war) auf darstellerischer Augenhöhe beistehen.
Hat mich einst auf Video (im Alter von knapp 25 Jahren) nicht so gekriegt wie heute. Was auch mit einem gerüttelt Maß an Leben zu tun hat.
Da bietet der Film schöne Momente der Selbstreflektion.
Ein angenehmes Wiedersehen für die kalte Jahreszeit.
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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  #2 (permalink)  
Alt 05.11.2018, 11:26
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Garp und wie er die Welt sah (1982) (The world according to Garp)

Von John Irving hatte ich mehrere Bücher gelesen. Garp war nicht dabei, was ich, nachdem ich diesen Film zum ersten mal gesehen hatte, durchaus etwas bereut hatte. Das Zuhause Jennys, in dem so viele Leute später Zuflucht finden, erinnerte mich an mein Lieblingsbuch von Irving, "Hotel New Hampshire".

Ich hätte nichts dagegen gehabt, noch mehr aus der Kindheit und Jugend Garps zu sehen. Aber der Film ist natürlich eh schon recht lang.

Beim Autounfall...
Spoiler: Anzeigen
...kamen mir die Konsequenzen ein wenig übertrieben vor. Garp war offenbar mit so viel Karacho auf den Parkplatz zugefahren, dass er das Auto so oder so nicht mehr rechtzeitig zum halten bekommen hätte, selbst wenn da kein anderes Auto gestanden hätte. Mir war dann auch nicht sofort klar, dass das Kind tot ist.
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