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Alt 18.02.2016, 00:15
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Crawlspace - Killerhaus (1986) (Crawlspace)

In den Kulissen von "Troll" ließ die Produktionsfirma Empire von Billig-Produzent Charles Band die Schauspiellegende Klaus Kinski auf eine erwartungsfrohe Crew einst in Italien (kein Stück weit davon entstand in den USA) los.....

Die hübsche Collegestudentin Lori (Talia Balsam) freut sich: hat der etwas linkisch anmutende und darüber hinaus freundlich-schüchtern wirkende Vermieter Herr Dr. Karl Gunther (Kinski) ihr doch die so eben frei gewordene Wohnung nach einer gut fünf minütigen Besichtigung vermietet.
Kann soviel Glück einen Pferdefuß besitzen?
Und ob: der gute Dr. ist der Spross eines ehemaligen Nazi-Arztes und schlägt gänzlich nach seinem Erzeuger.
Doch muss er - aus Gründen der Gleichheit - bevor er zur Tat schreitet jedes Mal eine Runde "Russisch Roulette" spielen; selbstmurmelnd mit der Waffe seines verstorbenen Vaters.
Die weiblichen Mieterinnen inklusive Lori haben sehr bald keine Sorgen mehr...

Mittels eines Rollbretts bewegt sich der gute Doktor durch die Luftschächte seines Etablissements (Realismus ob der Durchführbarkeit sollte man tunlichst beiseite schieben - diese Konstruktion und ihre Abzweigungen passen irgendwie nicht wirklich zu dem Grundriss des Mietshauses und schon gar nicht zu den beiden Stockwerken) und setzt hier und da auch mal gerne ein Nagetier aus, damit die Damenwelt vorab auch mal hübsch "HUCH!!!" schreien kann.
Doch sobald er in seinem stillen Kämmerlein Tagebuch führt und neue Mordinstrumente bastelt (immer formschön an den mörderischen Spinngeweben vorbei - von Putzarbeit hält der gute Doktor nämlich Null), geht die Wandlung von Jekyll zu Hyde vonstatten.
Und dann hält Gunther Zwiesprache mit sich - oder der zungenlosen Gefangenen im Käfig, die er sich aus Gründen der Einsamkeit (bzw. des Entkommens vor selbiger) dort hält. Die aber auch die gesamte Laufzeit am liebsten einfach nur sterben möchte.
Das möchte der geneigte Zuschauer bei dem 80 Minüter auch während der ersten Hälfte ein ums andere Mal.
Da schlappt der Film schon kräftig einher, als hätte ein Neunzigjähriger seinen Rollator vergessen und würde sich langsam gaaaaanz langsam immer an der Wand entlang bewegen.
In diesen Minuten hilft es, sich mit der Kulisse zu beschäftigen - der gesamte Film ist komplett im Studio entstanden. Die zwei Außenaufnahmen im Vorgarten des Gebäudes das von einer hohen Hecke eingefriedet ist stellen unmissverständlich klar, dass Tageslicht bei der Produktion nicht anwesend war. Und - damit die mäßige Dramaturgie nicht gänzlich auch dem Dümmsten auffällt, wird eine Mieterin (zusammen mit ihrem Lover) als "Dirty and Kinky" in ihren sexuellen Eskapaden zur Ablenkung gereicht (gemach - der Sex ist dann US-mäßig jugendfrei!) Und in der letzten Hälfte darf Klaus dann - gekonnt - den Kinski machen.
Da bekommt man den geschätzten Irrsinn der Koryphäe Klaus herrlich brachial auf ganzer Breite geboten.
In dem Zusammenhang ist als Extra das von Regisseur David Schmoeller (dem die Filmhistorie den hübschen "Tourist Trap" verdankt - der auch für "House of Wax" teilweise Pate gestanden hat) kleine Werk "Please kill Mr. Kinski" im Bonusmaterial empfohlen. In den knapp 10 Minuten erinnert er sich was für ein "Pain in the ass" Kinski während der Dreharbeiten für ihn und sein Team war.
Zaubert mit Sicherheit ein Lächeln auf jedes Gesicht, der Klaus zu schätzen weiß!
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (18.02.2016 um 00:19 Uhr)
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