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Alt 20.11.2014, 08:58
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Urban Cowboy (1980)

Wie man aus einem Magazinartikel über eine neue kulturelle Strömung / ein Lebensgefühl einen Hitfilm zimmert, hat Hollywood schon mehrfach bewiesen: "Flashdance" oder "The Fast and the Furious" seien da angeführt.
Im Jahr 1980 war der gerade schwer angesagte John Travolta (durch "Nur Samstag Nacht" und "Grease") auf der Suche nach dem "next best Thing".
Die Geschichte über "mechanisches Bullenreiten" ließen ihn und das Studio Paramount aufhorchen.
Als Regisseur und Co-Drehbuchautor hatte man James Bridges (dessen "China Syndrom" mit Jane Fonda, Michael Douglas und Jack Lemmon gerade Wellen schlug) gewinnen können.
Das sah alles sehr vielversprechend aus.
Heraus kam DAS:

Bud Davis (Travolta) kommt nach Huston, Texas. Am Tag schuftet er in einer Ölraffinerie (Hilfsjob), nächtens hängt er in dem Country-Tanzpalast "Gilley´s" ab.
Dort lernt er Sissy (Debra Winger) kennen. Da sich gleich und gleich gern gesellt (die Dialoge bewegen sich - kurz gefasst - auf dem Level "Bier? Tanzen? Was machst Du so? Fi**en?") ist die Hochzeit nach dem ersten Krach vorprogrammiert. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich (nur mit Sissys Haushaltambitionen steht´s nicht so zum besten). Kennt man.
Als ein mechanischer Bulle als neue Attraktion im "Gilley´s" eingebaut wird (Motto: "Halt Dich länger als 8 Sekunden im Sattel") bricht der Ehrgeiz aus. Stellt doch Sissy - von dem im Herzen 200 prozentigen egomanischen Macho-Männlein Bud unerwünscht - ihre Qualitäten im Sattel unter Beweis.
Und erhält von dem Steuerer des mechanischen Beasts - dem Ex-Knacki Wes (Scott Glenn in einem wahrlich unschön proletenhaftem Netzshirt unterwegs.... wenngleich net über die gesamte Distanz des Films) - Protektion. Das nährt die Eifersucht in Buddys kleinem Herzen.
Doch Wes hat größere Ziele im Leben - und Bud kommt ihm dafür gerade recht..

"In einem Universum voller Wunder, hat die Menschheit es fertig gebracht, die Langeweile zu erfinden" - so beschreibt TOD seine Faszination an der Menschheit in Terry Pratchetts Scheibenwelt-Universum. Fürwahr: diese Definition passt formidabel auf diese 130 minütige Unendlichkeit. Während bei "Interstellar" die 170 Minuten tatsächlich wie im Flug vergehen - ist "Urban Cowboy" die gefühlt 23 jährige Warteschleife im All, während unten auf dem Planeten grad "die Welle abgeht".
Ein NICHTS an "Handlung", garniert mit Dialogen, bei denen man sich wünscht, dass der Stummfilm ein Revival erfahren möge, damit einem ob der aufgetürmten "Intelligenz" der "Dialoge" hier drin, nicht durchgehend die Ohren bluten mögen.
Ironischerweise wurde dieser Streifen der erste Nagel in Travoltas Karrieresarg - aus dem er bislang zweimal wiederauferstand (durch "Kuck mal wer da spricht" und "Pulp Ficiton - der Mann ist ein echter Wiedergänger). In diesem Fall fand das Studio heraus, dass das hiermit angepeilte Teeniepublikum mit dem Titel rein gar nix anfangen konnte, kannten die meisten die Bedeutung des Wortes "Urban" anno 1980 wohl noch nicht.
Insgesamt ein filmischer "heiliger Gral" für alle Country- und Line-Dancer, die ihr Leben auf einen Trailer von 15 Meter Länge fixieren können in dem den ganzen Tag Dave Dudley dudelt.
Für eigentlich jeden anderen eine Belastungsprobe darob, wie endlos ein Film erscheinen kann, der weniger Dramatik besitzt als ein durchschnittlicher Teenieslasher.
Dass James Bridges und Travolta hiernach anno 1985 sich für den auf einem Magazinbericht basierenden Film über Fitness-Studios erneut zusammentaten - das Werk heißt "Perfect" (und hat zumindest eine megasexy präsentierte Jamie Lee Curtis in der Werbung zu bieten gehabt - den Film selbst hab ich vor Jahren nach 20 Minuten ausgeschaltet) - mutet hiernach doch eher befremdlich an. Aber manchmal muss man Kerle und ihre Karriereoptionen vielleicht besser nicht hinterfragen......
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (20.11.2014 um 09:02 Uhr)
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