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Alt 19.07.2021, 21:27
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Der tödliche Schwarm (1978) (OT: The Swarm)

Irwin Allen wird als einer DER führenden Meister auf dem Gebiet des Katastrophenfilmgenres bezeichnet. Und mittels seiner Produktionen "Flammendes Inferno" und "Die Höllenfahrt der Poseidon" aka "Poseidon-Inferno" untermauerte er seinen bereits in den fünfziger und sechziger Jahren erworbenen Ruf. In gewisseer Weise kann man ihn als eine Mischung aus frühem Jerry Bruckheimer bzw. Neal H. Moritz ansehen... mit diesem Werk allerdings - auf das man ihn nach dem Flop an der Kinokasse nie wieder ansprechen durfte - begann sein stufenweiser Abstieg...

"Housten, wir haben ein Problem!" Dieses summt und tritt in Schwärmen auf, die sich zu einem großen zusammenfinden.
Die afrikansiche "Killerbiene" (ein Phänomen der Siebziger - war sozusagen das an Land und in der Regenbogenpresse, was "der weisse Hai" zum selben Zeitpunkt im Meer darstellte) steckt dahinter.
Und piekst sich anfänglich durch einen Militärstützpunkt, danach durch ein familiäres Picknick (bei dem Mama und Papa gestochen scharf zurückbleiben und Junior - mit Fahrerfahrung mit knapp 13 Jahren - mit der elterlichen "Kutsche" in letzter Sekunde abdüsen kann) - nur um dann einer typischen amerikanischen Kleinstadt (dessen Zentrum als Kulisse später in den "Gilmore Girls" eingesetzt werden sollte) das geplante alljährliche Blumenfest zu verleiden.
Während der renomierte Insektenforscher Brad Crane (Michael Caine zu Beginn seines Runs in schlechten Filmen zwischen den späten Siebzigern und frühen Achtzigern - der letztendlich von seinem Auftritt in "Der weisse Hai - Die Abrechnung" gekrönt wurde) versucht, den Schwachpunkt der Killersummsebrumms zu finden (und das Militär - unter Richard Widmark - davon abzuhalten mittels Insektiziden nebenbei noch Wald und Wiesen des Staates gleich mit zu vernichten - soviel Umweltbewußtsein drufte schon noch sein), wird das hier servierte Promischaulaufen nach und nach.. ähem... ab- bzw. ausgestochen.
Geholfen wird Crane u.a. von seinem einstigen geistigen Ziehvater - Superstar Henry Fonda als an den Rollstuhl gefesselter und gelähmter Bienen- und Insektenforscher, der in seiner schönsten Szene hier drin (gänzlich im Hintergrund!) mal aus Zeitgründen eine Tür auftritt (herrlich!) - der seine Forschung teuer bezahlt...
Bis dann - nachdem die wildgewordenen Honigproduzenten noch einen ganzen Zug mit Flüchtlingen auf dem Weg aus der Gefahrenzone haben entgleisen lassen - Huston geräumt werden muß, als sich der Schwarm dorthin aufmacht...

Wahrlich - ein Werk voller wunderbarem Wahnsinn. Der einem dermaßen bierernst und episch gereicht wird (wobei Michael Caine sich als "unaction Hero" ähnlich konsequent unnütz hervortut - außer als "Stimme der Vernunft" - wie derzeit Alexander Skarsgard in der Hauptrolle in "Godzilla vs. Kong"), dass einem binnen kurzem der Kopf summt.
Vor Langeweile.
Denn bei mir gab´s - durch eine Fügung via youtube - den "Director´s Cut" hiervon. Der geschlagene 155 Minuten hat - entgegen der damaligen Kinofassung (119 Minuten).
Wahrlich, die hätten es (mit Sicherheit) auch getan.
Denn dann hätte man nicht dieses Aufgebot von (meist ehemaligen) Superstars (Olivia de Havilland/Richard Chamberlain/Jose Ferrer/Ben Johnson/Patty Duke) in Füllrollen, die mal zu 95 Prozent nix zum eigentlichen Geschehen beitragen, in voller Breite (und gefühlt doppelter Länge) erleben müssen.
In deren Sequenzen der Film gefährlich ins stoppen und stolpern gerät....
Von den Dialogen wollen wir besser gar nicht anfangen - da sind neuere Werke dieses Subgenres (z.B. "Dante´s Peak", "Armageddon" oder "Greenland") doch (immerhin) mit Tempo versehen, das einen über die schlimmsten inhaltlichen Stolperfallen hinwegbringt.
Hier semmelt der Film immer voll rein. Und scheint sich dort dann auch noch (irgendwie) wohl zu fühlen.
Der Katastrophen-Tier-Insekt-Film als Unterhaltungsagonie.
Für die Komplettisten und bekennenden Masochisten dieser filmischen Spezies - und wirklich nur für die.
Hiernach produzierte Irwin Allen noch zwei Filme für die Leinwand: "Der Tag, an dem die Welt unterging" (mit Paul Newman und William Holden) - der auch eher mäßig ausfällt (im Vergleich hiermit aber definitv kuckbarer erscheint) - und "Jagd auf die Poseidon" - das Sequel zu "Poseidon-Inferno". Das (bei mir) noch irgendwann ansteht.
Sei es nur, um die Liste von Michael Caines (filmischen) Katastrophen jener Zeit - zu denen noch "Freibeuter des Todes" (siehe Thread), "Ashanti - Bringt diese Frau lebend zurück (zäh und politisch dermaßen unkorrekt nach heutigen Maßstäben, dass man da hauptsächlich kopfschüttelnd vor dem Gerät sitzt), "Die Hand" (die noch geguckt werden will - Winke winke) und "Flucht oder Sieg" (die Fußball-Seltsamkeit im "Driten Reich" spielend in der u.a. Sylvester Stallone, Max von Sydow und Pele auf dem Grün - oder daneben - antreten) umfasst. Bereits erwähnter "Hai" hat ja schon seinen Thread vor Jahren erschwommen.....

Hätte mit Sicherheit sowohl bei den "Stinker"-Awards als auch bei den "Razzie"-Awards seinerzeit groß abgeräumt - hätte es diese Veranstaltungen damals schon gegeben....
Immerhin gab es hierfür eine Oscarnominierung - für die besten Kostüme... Was - wenn man den Film sieht/gesehen hat - durchaus als zusätzlicher (unfreiwilliger) komödiantischer Posten angesehen werden kann...
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (19.07.2021 um 21:32 Uhr)
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