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Alt 27.01.2020, 19:49
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Das Licht am Ende der Welt (1971) (OT: The light at the edge of the world)

Jules Verne zählt - auch heute noch - zu den führenden Köpfen der klassischen Abenteuer-/Fantasy-/SF-Romane, die jugendliche Herzen in der Zeit zwischen den fünfziger bis achtziger Jahren stets höher schlagen ließen.
Neben dem mehrfach adaptierten "In 80 Tagen um die Welt" (der wohl problemlos zu einem der beliebtesten Stoffe gezählt werden kann, dem sich Filmstudios immer wiederkehrend annehmen), zählen "Die geheimnisvolle Insel" wie auch die "Reise zum Mittelpunkt der Erde" zu echten Evergreens auf diesem Sektor.
Neben Abenteuerstoffen wie "Kurier des Zaren" (dessen Vierteiler in den Siebziger Jahren in Deutschland TV-Geschichte schrieb), darf natürlich auch nicht Kapitän Nemo und seine Nautilus in "20.000 Meilen unter dem Meer" vergessen werden. "Das Licht am Ende der Welt" oder "Der Leuchtturm am Ende der Welt" wie der Roman, der erst nach Vernes Tod von dessen Tod aus dessen Nachlass veröffentlicht wurde, führte eher ein Schattendasein. Die - bislang - einmalig gebliebene Verfilmung (und ihr Mißerfolg - der Verleih wollte ein familienfreundliches Abenteuer und bekam ein doch überraschend roh wirkendes Werk, das in der ungekürzten Fassung definitiv nicht als jugendfrei anzusehen war. Drastische Kürzungen waren die Folge....). Auf amazon prime ist der (für einen kleinen Obulus) in der "uncut"-Version (entsprechende Sequenzen wurden unsynchronisiert wieder hineinmontiert) derzeit zu finden....

Die Insel "am Ende der Welt" ist ein Stück Fels vor der Küste Südamerikas nicht allzu weit weg von Kap Hoorn. Hier schieben drei Männer - ein Leuchtturmwärter namens Denton (Kirk Douglas) auf der Flucht vor sich selbst, ein alter Kapitän (Fernando "French Connecton I + II" Rey) und ein junger Helfershelfer Felipe mit seinem zahmen Äffchen - Dienst. Auch wenn die Stimmung nicht die allerbeste ist - Denton und der Kapitän rasseln ob der 1000-Prozent-Korrekt-Haltung des Kapitäns immer mal wieder aneinander - man rauft sich zusammen. Schließlich gilt es, die erste Vierteljahresschicht des soeben in Betrieb genommenen brandneuen Leutturmes hier auf diesem Stück Fels so gut es geht zusammen zu überstehen.
Als jedoch ein Schoner mit gehisster Flagge die den Anwesenden die Bitte um Hilfe signalisiert in die Bucht bei dem Leuchtturm einläuft, ist klar, dass man dieser Bitte nachkommt.
Also begrüßen der Kapitän und Felipe die Besatzung des in Not geratenen wendigen Schiffes - und geraten vom Regen in die Traufe: denn kaum an Bord, werden sie - überraschend drastisch - ermordet.
Der auf dem Leuchtturm verbliebene Denton kann ob der schockierenden Geschehnisse nur Fersengeld geben-
Während er sich in der Folgezeit erfolgreich vor den - doch ziemlich auf Krawall gebürsteten - Galgenvögeln verbergen kann, führt sich der Chef der "Wilden 26" - Kongre (Yul "West World"/"Der König und Ich"/"New York antwortet nicht mehr"/"Die glorreichen Sieben" Brynner) - wie ein König auf seinem Privateiland auf.
Sein Plan - mittels falschen Leuchtfeuern die Insel passierende Schiffe auflaufen lassen und plündern.
Als eine - vermeintliche - Adelige (Samantha "Verflucht bis zum jüngsten Tag"/"The Collector - Der Fänger" Eggar) - einen eben solchen Coup - im Gegensatz zu allen anderen Mitreisenden - überlebt, kommt eine neue Komponente mit ins Spiel.
Hat Kongre doch in den ihm in die Hände gefallenen persönlichen Dingen Dentons Hinweise auf dessen große unglückliche Liebe gefunden. Und die neue Bewohnerin der Insel hat nun die Wahl: Denton zu verwirren (und so dafür zu sorgen, dass er den Plünderern endlich in die Hände fällt, die er schon mehrfach empfindlich gestört hat) oder zum Spielball für die mehr als 20 emotional (und sexuell) doch arg "in Mitleidenschaft" gezogenen Herrschaften von Kongres Truppe zu werden.
Man muss kein Genie sein um zu erraten, wofür sie sich entscheidet.
Doch Denton hat inzwischen auch Unterstützung erhalten. Und wird dafür sorgen, dass den Rabauken zum letzten Mal ein Licht aufgeht....

In Spanien produzierter (Kirk Douglas hat auch einen Producer-Credit) und inszenierter Streifen. Den ich all die Jahre in denen mir der Titel immer wieder mal unter kam - fälschlich als DISNEY-Produktion angesehen hatte.
Weiter weg kann diese feucht-fröhliche Räuberpistole echt nicht sein.
Selbst die Hauptfigur hat so viele Charakterfehler, dass eine wirkliche Identifikation tatsächlich schwer fällt.
Dafür punktet der Film mit seiner doch - recht deftigen - Einstellung, dass das Piratenleben doch vergnüglich gewesen sein muss. Aber WIRKLICH nur für die Träger der Enterhaken und ähnlichem Werkzeug, mit dem sich auch vortrefflich menschliche Körper auseinanderdübeln lassen.
ICH würde den jetzt nicht unbedingt einem Zehnjährigen vorsetzen - aber was weiß ich schon heutzutage über Zehnjährige. Egal.
Auch wenn manche Verfolgung aus heutiger Sicht etwas hanebüchen erscheint (das "Kopfeinziehen" in der "amerikanischen Nacht" - u.a möglich durch die Benutzung eines Filters vor der Kameralinse oder entsprechende Nachbearbeitung durch Colormatching - die hier wirklich oft bemüht wird, damit man nicht entdeckt wird, erreicht hier drin doch gewisse Höhen der Heiterkeit), das Gesamtergebnis lässt einen doch ein Stück weit überrascht zurück.
Das Budget - damals im Jahr 1971 waren 11 Millionen Dollar durchaus ´ne Stange Geld - ist entsprechend verpulvert worden.
Und die - teilweise überraschenden - Gewaltspitzen hier drin, sorgen durchaus weniger für Heiterkeit als für ein überraschtes "Hoppla".
Dass der Film überdies eine "Verquatschtheit" wie die "Fluch der Karibik"-Reihe transportiert, mal NICHT zu bieten hat, hat mich positiv überrascht. Hier sagen so manche Blicke mehr als Wortgebäude.
Doch ja - kann mir in ein paar Jährchen durchaus gerne nochmal begegnen.
Ob es allerdings jemals zu einem Remake hiervon kommen wird, wage ich doch stark zu bezweifeln.
Da erscheint mir die Reaktivierung von Kapitän Nemo in etwa 3 bis 5 Jahren als durchaus realistischer....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (27.01.2020 um 19:53 Uhr)
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