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Alt 19.03.2019, 12:11
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Cassandra Crossing (1976)

...oder auf deutsch: "Treffpunkt Todesbrücke". Oder wahlweise mit Originaltitel gereicht. Da bleib ich gerne bei...

Der europäische Transkontinentalzug von Genf nach Stockholm, hat den für einen Katastophenfilm der Siebzier obligatorischen Querschnitt an Charakteren "geladen": das (geschiedene) Ehepaar (Richard Harris/Sophia Loren) - er Doktor, sie an ihm Hängende und beide von einander schon zweimal geschieden; das nette Kleinkind mit erwachsener Begleitung; die reiche Lebedame mit ihrem Lover (Ava Gardner/Martin Sheen) - letzterer mit einem "kleinen Geheimnis"; ein (vermeintlicher) Geistlicher (aus heutiger Sicht irgendwie witzig: O.J. Simpson); ein jüdischer Reisender (Schauspiellehrerlegende Lee Strasberg mit der wohl einnehmendsten Performance des ganzen Films - er beweist, wie wenig ein guter Darsteller braucht um eine funktionierende Figur zum Leben zu erwecken); eine Gruppe singender Hippies. Und einen knarzig-charmanten Zugschaffner - gegeben von Lionel Stander (dem legendären Butler Max aus "Hart aber Herzlich"), der hier drin auch den Namen "Max" tragen darf.
Die Fahrt beginnt.
Doch als es den Behörden gewahr wird, dass ein schwedischer Terrorist, der als er versuchte in der in Genf gelegenen "Internationalen Gesundheitsorganisation" eine Bombe hochgehen zu lassen, sich mit einem brandgefährlichen Pest-Bakterium angesteckt hat, nun an Bord jenes Schienengefährts ist, hat der potentielle rollende Sarg Vorfahrt
- an allen Haltebahnhöfen vorbei.
Der Doktor und seine Frau ahnen als erste, dass da etwas nicht stimmen kann.
Und der die Operation leitende U.S. Colonel McKenzie (Burt Lancaster) macht sich keine Illusionen darüber, wie diese Fahrt enden wird: das Ziel liegt nun in Polen - in einem Gebiet, in dem man den Zug über die baufällige Kassandrabrücke in ein Quarantänelager bringen will.
Einsturz inbegriffen....

Inszeniert von George Pan Cosmatos (der einige Jahre später mittels "Rambo II" und "Die City-Cobra" zu - na ja - "Weltruhm" kam), ein überraschend fesselnder Europudding (Italien/England/Deutschland), dessen Figurenensemble zwar nach den obligatorischen Grundbausteinen der Scripts jenes Genres zusammengesetzt wurde - aber aufgrund einer flotten Spannungskurve bis zum Schluss "auf Kurs" bleibt. Die auf "imdb" genannte Mischung aus "Outbreak" und "Runaway Train" (die beide Jahre/Jahrzehnte nach "Cassandra Crossing" entstanden) trifft es ziemlich gut auf den Punkt.
Wie der "Trivia"-Teil informiert, wurden aus dem Finale bei der US-Videofassung all die Augenblicke entfernt, wenn die erste Hälfte des Zuges den Abschied einreicht. Das dort gezeigte Sterben erschien wohl doch etwas zu überraschend unschön. Und ist es auch heute noch.
Inklusive eines (halbwegs spektakulär) anmutenden Modells, das da zusammenkracht. Irgendwie charmant "Märklin"...

Fazit: nach anfänglichem - etwas arg behäbigem - Beginn, ein Streifen, der überraschend Fahrt aufnimmt und Zuschauer (sowie einen Teil der Zuginsassen) angenehm packend bis zur Ziellinie bringt.
Und die inszenatorische Klammer - Kamerafahrt aus dem Hubschrauber über Genf hinweg auf den Ausgangsort des Geschehens - und am Ende wieder davon weg, kann sich allemal sehen lassen. Schön photographiert...

Hätte ich so wirklich nicht erwartet..... Sollte entsprechend Interessierte (die den ebenso wie ich aus der TV-Wiederholungsphase der Achtziger nicht kennen) durchaus zufrieden stellen können....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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