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Alt 01.03.2018, 14:15
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Bis die Gänsehaut erstarrt (1973) (Wicked, Wicked)

First of all mal die Zusammenfassung aus dem Werk ("Lexikon des Horrorfilms" BASTEI-Lübbe-Verlag anno 1985), das meine Sozialisierung in Sachen Horror vorantrieb:
"Ein abscheulich maskierter Killer geht in einem abgelegenen Hotel um. Ein maskierter Killer, der nicht alle auf der Pfanne hat, geht in einem - natürlich - abgelegenen Hotel um."
Wer sich jetzt über die Verdoppelung des Satzes wundert - das ist das Humorempfinden der beiden Autoren (Ronald M. Hahn/Volker Jansen), die dem hier eingesetzten Gimmick "Duo-Vision" somit schriftlich Rechnung tragen.
Dazu gleich mehr.
Erst noch den Rest der Inhaltsangabe von den Herren:
"Wer hier absteigt, wird sein Opfer, und besonders hat er es auf Blondinen abgesehen, die reichlich Gelegenheit erhalten, sich allein in finsteren Gängen herumzutreiben. Ein Psycho-Thriller, in dem niemand unverdächtig bleibt."
In der Kürze liegt die Würze.
Heißt es ja so schön....

Im "Hotel del Coronado" in San Diego gelegen ( früher in "Manche mögen´s heiss"und später auch in "Der lange Tod des Stuntman Cameron" und "My blue heaven" mit Steve Martin und Rick Moranis zu sehen) geht dem Manager die gute Laune flöten: sind doch binnen kurzer Zeit schon vier junge blonde Damen auf nimmer wiedersehen verschwunden. Ohne die Rechnung zu zahlen, versteht sich. Der lässige Hoteldetektiv Rick Stewart (David Bailey) - der früher mal Cop war - scheint den richtigen Riecher zu haben, als alle Spuren zurück ins Hotel zu führen scheinen. Offensichtlich ist der Auslöser des Verschwindens hier beheimatet. Davon will das Management (natürlich) nichts wissen.
Und so darf der in seiner Jugend schwer traumatisierte Jason (!) (Randolph Roberts), der als Aushilfstechniker im Hotel angestellt ist, sich noch ein Weilchen lang auf die Lauer legen...

Alle verschwundenen Damen irren nicht durch die Gänge des Hotels, sondern werden von unserem sanften Killer in ihren jeweiligen Hotelzimmern "abgeholt".
Auch impliziert die alte Inhaltsangabe, dass er sich durch die Reihen an möglichen Opfern schnetzelt - auch das: ein Trugschluss!
Blond, blond, blond sind alle seine Opfer. Erklärung folgt - selbstverständlich.
Denn - was wundert´s - hat unser "Norman Bates"-Verschnitt zwar keine ausgestopfte Mutter, aber anderes Spielzeug in seinem Versteck.
Und da begleitet ihn dann immer - natürlich auch auf seinen Beutezügen - die Originalpartitur des "Phantom der Oper" aus dem Jahre 1925; formschön per Orgel gereicht (bis ich heraus bekam, dass die dann immer mal eingeblendete Organistin quasi als für den Zuschauer sichtbare Musikerin stehen soll, verging ein Weilchen).
Das eingesetzte Duo-Vision - später auch Split-Screen genannt - ist hier konsequent von Anfang bis zum Ende eingesetzt.
Was mich etwas zögern ließ - in wie weit die visuelle Aufnahmefähigkeit hier beansprucht werden würde.
Don´t Panic.
Bedingt durch die siebziger Jahre Inszenierung läuft das schon ein Stück weit behäbig ab, sodass die Pupillen (und das mit Input versehene Hirn) niemals Gefahr laufen, Schwerstarbeit leisten zu müssen.
Dafür schleicht sich in der zweiten Hälfte ein angenehmer Tongue-in-Cheek-Ton ein (sehr schön bei dem in Szene gesetzten Beischlaf der beiden Hauptdarsteller bei Erreichung des Höhepunktes dargestellt - da sollten sich ZAZ wohl für ihre "Nackte Kanone" von inspirieren haben lassen).
Bislang ist der noch nicht von den filmischen Katzengoldsuchern gefunden worden - kann aber nicht mehr lange dauern.
Die Sichtung erfolgte mittels einer alten MGM-VHS-Leihkassette.
Ein hübsches Booklet sollte künftigen Produzenten einer Silberscheibe hiervon dieses Kleinod allemal wert sein.....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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