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scholley007 20.01.2018 21:24

Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh (1972) (Le grand blonde avec une chaussure noire)
 
Dank des umtriebigen "Buio Omega"-Filmclubs Gelsenkirchen gab es zum monatlichen Stelldichein dieses Mal eine wahrlich legendäre Komödie aus Fronkreisch zu besichtigen. Eine, die in den späten Siebzigern/frühen Achtzigern im hiesigen TV einen ähnlich populären Ruf bei meiner Generation erhielt, wie Jean Paul Belmondos an anderer Stelle vorgestellte "Abenteuer in Rio" und "Das Superhirn"....

Zwischen dem Chef des französischen Geheimdienstes - Colonel Toulouse (Jean Rocheford) - und seiner Vertretung - Milan (Bernard Blier) - herrscht Krieg. Milan hat ein Komplott in den USA eingefädelt, das in Richtung des Colonels zeigt. So macht sich dieser - entsprechend "not amused" - daran, mittels seiner rechten Hand eine Situation zu kreieren, die dafür sorgen wird, dass Milan am Ende dumm da steht.
Der ahnungslose Konzertgeiger Perrin (Pierre Richard) ist der Köder. Als vermeintlicher SuperduperTopSecret-Geheimagent verkauft, beginnt Milan von Stunde zu Stunde mehr zu rotieren - verhält sich dieser ihm bislang vollkommen unbekannte Spion so dermaßen "unspionig", dass diese "perfekte Tarnung" ob der falsch interpretierten Brillanz zu kompletter Fassungslosigkeit führt.
Dass Perrin zu allem Überfluss noch eine Affäre mit der Ehefrau seines Orchesterkollegen Maurice (Jean Carnet) hat (nicht wirklich zum Wohlgefallen von Perrin), macht den Irrsinn nicht wirklich überschaubarer.
Weshalb Milan seine zauberhafte Agentin Christine (Mireille Darc) auf den Tollpatsch ansetzt - mit kaum mehr zu kontrollierenden Folgen....

In der Hauptrolle wurde hiermit der charmant-schusselige Pierre Richard (der im letzten Jahr ein kleines Comeback mit der sanften Komödie "Monsieur Pierre geht online" feiern durfte) bekannt und beliebt. Und durfte diese Figur/diesen Typ in weiteren Komödien (darunter in dem zwei Jahre später entstandenen Sequel) kultivieren. Und zwar solange, bis seine Zeit vorbei war. Wobei er über die erste Hälfte der Achtziger noch eine Erfolgs-"Trilogie" mit Gerard Depardieu unter der Regie von Komödienspezialist Francis Veber - der auch für Drehbuch und Dialoge hiervon verantwortlich zeichnet - zu verzeichnen hatte.
Dass man allerdings die Phantasie einer ganzen Generation von Jungs an der Grenze zur Adoleszenz mit Frau Darc tiefer beeinflusste, als vermutlich je geahnt, konnte man nach Sichtung am nächsten Tag auf dem Schulhof beim morgendlichen Resumee über dieses Werk erkennen: "Echt Keule - DIE-SES KLEID!!!"
Und so ist es auch heute noch - Jungs in der Pubertät und ihre Schwäche für das weibliche Dekolltee.... ist eine Sache. Bis sich Frau Darc in DIESEM Kleid umdreht!
Das Raunen heute in der Gelsenkirchener "Schauburg" war auch heute von tief empfundenem Sehnen unterfüttert.
Einer DER filmischen Momente für die (gerahmte) Ewigkeit.
Und jetzt:
"Mach mir den Hengst!"
(Eingeweihte wissen bescheid! ;-) )

Und eine Sequenz bei der Pierre Richard bei einem Konzert einige Aussetzer erlebt, ist vom komödiantischen Nachhall ähnlich anzusehen wie die legendäre Chorprobe von Bud Spencer und Terence Hill in "Zwei wie Pech und Schwefel".


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