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Alt 27.12.2017, 14:43
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Audrey Rose (1977)

.... - "Das Mädchen aus dem Jenseits" sorgt als deutscher Untertitel noch für eine entsprechende Geisteshaltung seitens des unbedarften Konsumenten, der sich hiervon eine filmische Geisterbahn verspricht.
Und seine Erwartungshaltung mit Voranschreiten der Handlung ins Leere laufen sieht...

Bill (John Beck) und Janet Templeton (Marsha Mason) sind ein begütertes Ehepaar in New York und passend zu ihrer glücklichen Ehe mit einer 11jährigen Tochter - Ivy (Susan Swift) - gesegnet.
Als jedoch ein Mann sowohl Mutter/Tochter als auch Daddy "stalkt" (Jahre bevor der Begriff ein Tagesbegriff wurde), bekommt die so fest zementierte Familie Risse.
Ausgehend von Alpträumen aus denen Ivy immer schwerer aufwacht/aufwachen kann, kommt der Verfolger den Templetons so nah, dass sie ihn nicht mehr ignorieren können (und die Polizei aufgrund der Tatsache, dass der Verfolger die Templetons verfolgt aber weder handgreiflich noch zudringlich wird, handlungsunfähig ist),
In dieser Stunde tritt der unheimliche Verfolger vor und offenbart sich:
Elliot Hoover (Anthony Hopkins - sympathisch manisch intensiv und ähnlich faszinierend wie später in seiner oscargewürdigten legendären Rolle) glaubt in Ivy die Reinkarnation seiner bei einem Autounfall vor 11 Jahren verstorbenen Tochter Audrey Rose wieder gefunden zu haben. Der Witwer (seine Frau starb ebenfalls bei dem Unfall) hat nach Jahren der Verzweiflung und der Suche erkannt, dass Audrey Rose´s unsterbliche Seele reinkarniert. Bzw. dies will - doch da ist schließlich auch noch Ivys Seele. Und zwei sind bekanntlich eine/r Zuviel.
Während die beiden besorgten Elternteile Hoovers Erkenntnissen - und seiner eigenen Begegnung mit der indischen Karma-Lehre - als "aufgeklärte Christenmenschen der Siebziger" doch eher skeptisch gegenüberstehen, nehmen Ivys "Anfälle" dramatisch zu.
Und sorgen für einen Bruch zwischen der beiden Ehepartner - während der Fall vor Gericht verhandelt wird und nationales Aufsehen erregt.
Die Entscheidung des Anwalts der Eltern (John "Magnum" Hillerman) einen Schritt zu wagen, der Licht in diese psychologisch anstrengende Situation bringen soll, läuft dann anders als erwartet....

Im Jahr 4 nach "Der Exorzist" im Fahrwasser einer ganzen Generation an besessenen Teenies ("Carrie"), Kindern ("Das Omen") oder Häusern ("The Amityville Horror" - okay, kam danach, als die menschlichen Bewohner alle schon zu Tode Besessen wurden ) auf das inzwischen pappsatte Publikum losgelassen, wurde dieser Streifen doch kommerziell kein großes Ding.
Was auf den ersten Blick nachvollziehbar scheint: hier herrscht kein Budenzauber wie in den anderen Werken aus Hollywood (und den Rip Offs aus Italien jener Zeit).
Hier geht es um den Bruchpunkt zwischen "Glauben", "Unglauben" und "Wissenschaft" - und die feinen Unterschiede der göttlichen Heilslehre/n.
Dass Autor Frank deFelitta (der seinen Roman ins Drehbuch verwandeln durfte und einige Jahre später auch Barbara Hershey in dem Softgrusler "The Entity" einer Form von Besessenheit aussetzte) die Zeichen jener Zeit erkannte und sich für den hier servierten Disput zwischen dem was die westliche Heilslehre als "das was nach dem Tod kommt" und dem was die östliche Heilslehre anbietet.
Regisseur Robert Wise (dessen "Bis das Blut gefriert" weiterhin wohl mein persönlicher Favorit auf dem Gebiet des "übernatürlichen Thrillers" darstellt) ist hierfür einst angefeindet worden und dem Film haftet weiterhin der Makel an, ein "Trittbrettfahrer" zu sein, der sich schlicht an einen Trend anhängt.
Für mich ist er in seiner (vielleicht etwas naiv wirkenden) Weise ein ähnlich spannender Vertreter jener kleinen Gattung an Thrillern mit Horrormotiven wie es Jahre später Wes Craven mit seinem (von der Kritik abgewatschten) Woodoo-MumboJumbo "Die Schlange im Regenbogen" gelang.
Und auch wenn Hauptdarstellerin Marsha Mason (in den siebziger Jahren Ehefrau und Muse von Autor Neil Simon) den Film heute nicht mehr so gern hat, da ihr Charakter hauptsächlich rum heult und das ganze Geschehen ihr zu sehr die Nähe zur Grichischen Tragödie atmet - mich hat der mit seinem inszenatorischen Slowburn komplett gekriegt.
Besonders mit DER Pointe!
Allerdings würde ich den frischgebackenen Eltern oder Eltern mit Kindern und derzeitigen psychischen Problemen im Familienverbund nicht so einfach empfehlen - trotz des storytechnischen Überbaus funktioniert der auf den Ebenen "Intensität" und "Hilflosigkeit" doch so packend, dass die Identifikation in manchen Szenen für entsprechende Parteien vielleicht doch eine Spur zu unangenehm ausfällt....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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