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Alt 03.12.2016, 22:30
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Strasse der Verdammnis (1977) (Damnation Ally)

Manchmal ist es schlicht und ergreifend das Poster (oder auch der Titel) das den Ausschlag gibt, sich einem Werk auszusetzen. In diesem Fall überwog die kindliche Freude ENDLICH einen Endzeit-SF-Streifen nachholen zu können, der sich mir - seitdem mir das Cover der Super 8-Filmfassung einst in den frühen Achtzigern unter die Augen kam - immer entzogen hat. Bis heute...

Ein weiterer Tag im Raketenstützpunkt "Hau-mich-tot-und-lass-mich-hier-draußen-dann-überm-Zaun-hängen": Major Denton (George Peppard) und Corporal (oder was auch immer) Tanner (Jan-Michael Vincent) treten - nicht übermotiviert, aber trotzdem gut drauf - ihre Schicht im Raketenabschußsilo an. Und kaum hat man Platz genommen, dürfen sie auch schon die Schlüssel drehen und den alles entscheidenden Knopf drücken: der 3. Weltkrieg hat begonnen.
Und ist - gefühlte 5 Minuten später - wieder vorbei.
Alles unter den Augen des leitenden General Landers (Murray - Der Bürgermeister von Amity aus "Der weisse Hai I + II" - Hamilton), der (zumindest in der Kinofassung) noch nicht ein Sterbenswort Text für seinen dreißig Sekunden Cameo zugebillgt bekam.
Als zwei Jahre später dann auch noch der Generator der Station heiß läuft, Gas austritt und die letzten Überlebenden der Base in Rauch aufgehen lässt, hat Denton die Nase voll: mit zwei kleinen "Kampfkolossen" - sogenannten "Landmaster"´n will er einem Signal folgen, das seit der Apokalypse aus Richtung Albany zu einem festen Zeitpunkt wiederholt gesendet wird.
Da der - inzwischen aus der Army ausgetretene (es gibt ja so gesehen keine mehr) - Tanner und der ihm daraufhin folgende Sergant Keegan (Paul "Star Trek II" Winfield) grad nix besseres zu tun haben, schließen sie sich Denton und dem anderen einzigen überlebenden militärischen Mitglied an.
Auf ihrem Roadtrip durch das verwüstete leere Land, begegnen ihnen in Las Vegas eine ehemalige Sängerin (Dominique Sanda) und später ein einsamer jugendlicher Stromer (Jackie "Watchmen" Earle Haley), die sich ihnen anschließen.
Doch es sind auch Verluste zu beklagen - wenn unsere Helden sich dafür denn die Zeit nehmen würden.
Aber Empathie geht den Figuren doch merklich ab....

Ich hätte nach all der Zeit so einiges davon erwartet - aber nicht diese hemdsärmelige Haltung der Figuren, die so wirken, als würden sie in die Sommerfrische fahren. Wenn Peppard als Kommisskopp der alten Schule noch Ansätze davon zeigt, was ihn antreibt, so scheint Jan-Michael Vincents-Minimalcharakter nur daran gelegen eine "coole Zeit" zu haben. Da ist null Entwicklung, geschweige denn eine Form der Identifikation oder Reflektion über das erlebte zu spüren.
Taugt also bestenfalls als "Rolemodel" für 12-Jährige. Also passend zur (heutigen) Freigabe - in den Siebzigern war der meines Wissens erst "ab 16 Jahren".
Ansonsten gefällt sich der Film im Aufeinandertürmen und (doch etwas lustlos erscheinendem) Abhaken von "Story"-Bausteinen (hier mal fleischfressende Kakerlaken - dort eine Gruppe schieß- und vergewaltigungsinteressierter langbärtiger Schmierlappen mit ungesundem Hautausschlag von wegen Radioaktivität und dazwischen mal wieder Mutter Erde, die mit Springfluten (in Detroit!) mal den Rest des menschlichen Gelumpes wegspülen möchte.
Ach ja - ein paar mutierte Skorpione gibbet auch; die machen aber kaum was. Was schade ist.
Immerhin liefert die DVD-Hülle das einstige Kinoplakatmotiv, bei dem die Charaktere dem interessierten Kinogänger vorgestellt werden.
Und da steht dann bei der Visage von "Keegan": "Der Klasse-Kumpel, der als Erster draufgeht!".
SO sind wir damals ins Kino gelockt worden, Folks! Was sind, bitte, noch gleich Spoiler, ihr Heuler von heute???

Fazit: taugt für einen dieser feuchtfröhlichen Bier- und Brezelabende. Und - bestenfalls - als Verklärung für all diejenigen unter uns, die den im entsprechenden Alter damals sehen durften.
Soviel an erinnerungswürdiger Patina kann ich mir leider nicht diesbezüglich schönreden - aber Seite an Seite mit Van Dammes dämlichen "Cyborg" ergibt das ein kurzweiliges Doublefeature. Was ihm wohl zur "Ehre" gereichen sollte.....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (03.12.2016 um 22:33 Uhr)
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Alt 22.11.2019, 14:17
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Irgendwas mit Raumschiffen
 
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S.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich sein
Standard AW: Strasse der Verdammnis (1977) (Damnation Ally)

Als Riesenfan von alten Endzeitstreifen wie "Cyborg", der "Mad Max" Reihe oder "Soldier" hab ich mich wahnsinnig auf den Film gefreut. Handgemachte Action, practical special effects und ein geiler schmutziger Look... Leider habe ich davon nichts bekommen. Der Streifen ist unendlich träge und langweilig, die Charaktere sind unfassbar schlecht geschrieben und auch noch sehr lieblos gespielt (abgesehen vielleicht von Paul Winfield) und abgesehen von ein paar psychedelischen Sky Replacements hat man sich auch mit der "Endzeit"-Welt keine Mühe gegeben. Der Film plätschert nur so von Episode zu Episode, die untereinander in keinerlei Spannungszusammenhang stehen und selbst die Auflösung am Ende (keine Spoiler) ist einfach nur lächerlich unnachvollziehbar.
Nett war es, Jackie Earle Haley (aus "Mandy", "Watchmen" und dem doofen "Nightmare on Elm Street" Remake) als Kind hier rumrennen zu sehen. Ich kann mir vorstellen, dass einem der Film gefällt, wenn man ihn mit 10 Jahren zum ersten Mal sieht, weil das Fahrzeug ganz cool ist (aber selbst mit dem machen sie fast nix, außer rumfahren).
Dann lieber nochmal "Die Jugger" mit Rutger Hauer. Da passiert wenigstens was. Hätte ich mal Scholleys Kritik gelesen, bevor ich 30 Euro für die Scheibe ausgegeben habe...
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