Kinoforen.de  

Zurück   Kinoforen.de > Allgemeines > Filme > 1950-1979


Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen
  #1 (permalink)  
Alt 19.01.2013, 13:22
...is mostly "Confuzzled"....
 
Registriert seit: Nov 2007
Ort: Da wo ich hingehöre
Beiträge: 6.824
scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Auf leisen Sohlen kommt der Tod (1972) (Fuzz)

Ein echtes Schätzchen findet sich in diesem Frühsiebziger Krimi aus der Feder von Evan Hunter oder auch Ed McBain. Von ihm stammt das Script zu Hitchcocks "Die Vögel" und die literarische Vorlage zu "Die Saat der Gewalt" - sein Hauptaugenmerk allerdings lag auf dem Krimigenre. Und die Figuren aus diesem Werk hatte er schon zu Beginn der Sechziger in einer kurzlebigen TV-Serie "auf Streife" geschickt.
In Manhattan. Für die "ge-updatete" Kinoversion verlegte er den Handlungsschauplatz.....

Boston. Das 87te Polizeirevier. Während das altersschwache Revier einen neuen (grünen) Anstrich bekommt - logistisch so blöd gelegt, dass alle Ermittlungen unter der tropfenden bzw. trocknenden Farbe stattfinden müssen, kündigt ein anonymer Anrufer einen Mord an: 5000 Dollar oder ein Mitglied der Polizei stirbt. Trotz Beschattung der Abholung der Geldtasche, überlebt der Commissioner den Abend nicht. Beim Bürgermeister sind es dann 50.000. Auch hier hat der Mörder die Nase vorn.
Während sich die Detectives vom Revier - allen voran Det. Cerella (Burt Reynolds); Det. Meyer Meyer (Jack "Dirty Dancing" Weston) und Det. Kling (Tom Skerritt) - ihre Inkompetenz von höchster Stelle vorwerfen lassen müssen; werden auch noch weitere Fälle gezeigt: die Jagd nach Jugendlichen, die nächtens Obdachlose abfackeln, ein Vergewaltiger, der die Damen des horizontalen Gewerbes in Schrecken versetzt und ein möglicher großer Coup, der in der Nachbarschaft stattfinden soll.
Doch Kommissar Zufall sorgt für eine großangelegte Säuberungsaktion...

Ein etwas betulich wirkender Krimi. Ein Film, der sich Zeit für seine Figuren nimmt. Und Helden gibt´s hier keine - nur Normalos, die dem ständigen Frust den ihre Arbeit mit sich bringt, mittlerweile nur noch mit Galgenhumor begegnen können. Eine Handvoll ausgebrannter Charaktere, die dennoch wieder aufstehen, weil sie nichts anderes kennen.
Der Film lebt von seinen Figuren, die den Zuschauer aufgrund ihrer vorgelebten Relaxtheit problemlos um den Finger zu wickeln verstehen.
Ein Ensemblefilm bei dem selbst Superstar Burt Reynolds kleinere Brötchen backt - hier ist jeder so wichtig (oder so unwichtig) wie sein nächtster Kollege.
Und Raquel Welch als neues Mitglied des Reviers, muß als einzige Frau auch so einiges einstecken um als "vollwertig" akzeptiert zu werden.
Der Film erlaubt sich ziemlich genau in der Mitte einen Bruch, in dem er den Fokus von den Revierpolizsten auf den Erpresser und Mörder, der die Stadthonorationen in Angst und Schrecken versetzt, legt. Yul Brynner als schwerhöriger aber nichts desto weniger brillanter (wenngleich auch zu leichter Selbstüberschätzung neigender) krimineller Mastermind ist eine angenehme Schau.
Bis die Fäden dann bei einem Routineeinsatz von Cerella und Kling zusammenlaufen.
Das mögen einige vielleicht als "überkonstruiert" bezeichnen - mir hat´s gefallen.
Die in den Achtziger Jahren - zumindest in den USA ungeheuer populäre Krimiserie "Polizeirevier Hill Street - OV: Hill Street Blues" - dürfte sich den Streifen hier als Vorlage genommen haben. Was in beiden Fällen zu guter Unterhaltung führt.
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
Mit Zitat antworten

Diesen Beitrag teilen:
Bookmark Post in TechnoratiMister WongPing.fmGoogle BookmarksTwitternAuf Facebook teilen
  #2 (permalink)  
Alt 06.02.2014, 16:36
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
 
Registriert seit: Feb 2005
Beiträge: 10.118
Agent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte Freunde
Standard AW: Auf leisen Sohlen kommt der Tod (1972) (Fuzz)

Also die Endsechziger und Siebziger sind in meinem Scheibenfundus sehr dünn gesät. Witzigerweise sind mit DIE PHANTASTISCHE REISE (Raquel Welch), BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (Burt Reynolds), WESTWORLD (Yul Brynner) und Robert Altmans M*A*S*H (Tom Skerritt) fast alle Hauptdarsteller aus FUZZ vertreten. Tom Skerritt ist einer jener Darsteller, die ich garantiert zigmal gesehen, aber erst seit ALIEN wirklich wahrgenommen habe, und mein Erstkontakt mit Burt Reynolds waren seine Hal-Needham-Doppelpacks als ausgekochtes Schlitzohr, oder eben jene Zeiten, als auf dem Highway noch die Hölle los war. Und dass ich darüber heute kaum noch lachen kann zeigt mal wieder, dass gerade Humor keine Naturkonstante darstellt, sondern sich im Kontext von Zeitgeist und wohl auch Lebensalter ändert...

Und mit dem Humor in FUZZ geht es mir ähnlich. Erinnert mich zwar an selige Zeiten mit Starsky & Hutch, aber aus heutiger Sicht wirkt das manchmal einfach nur geschwätzig. Da muss wirklich jeder einzelne derart viele coole Sprüche und Kalauer los werden, dass man sich ernsthaft fragt, ob da überhaupt noch Zeit zum Zuhören bleibt. Gerade das 87. offenbart sich als echter Hühnerstall und die beiden Maler möchte man am liebsten von der Leiter stoßen. Und vom 87. Polizeirevier auf reale Polizeiarbeit zu schließen erscheint mir ähnlich abwegig, wie sich über M*A*S*H das Vertrauen in eine bevorstehende Operation zu holen...

Im Gegensatz zur verbalen Hektik gefällt dagegen die unaufgeregte Dramaturgie, deren Last auf alle Protagnisten gleichmäßig verteilt wird. Kein Starvehikel, keine Helden, und ein ungewohnter Handlungsrhythmus, der stets unvorhersehbar und damit spannend bleibt. Und letztlich ist es dann sogar Väterchen Zufall, der die Reputation des Polizeireviers retten. Das Ende finde ich damit keinesfalls "überkonstruiert", das würde ich eher dem Bösewicht unterstellen. Gib dem noch eine Katze, dann geht er auch als Blofeld durch...

Insgesamt ein durchweg überzeugender Ausflug in die Siebziger, wo Dramaturgie definitiv noch etwas anders und ruhiger tickte als heute, und die in meiner Sammlung hoffnungslos unterrepräsentiert sind. Aber Dank Quizmaster Tomasi hat sich diese Situation ja nun schonmal verbessert... THX...
Mit Zitat antworten

Diesen Beitrag teilen:
Bookmark Post in TechnoratiMister WongPing.fmGoogle BookmarksTwitternAuf Facebook teilen
  #3 (permalink)  
Alt 08.02.2014, 18:53
Benutzerbild von Dean Keaton
Uncle Dean
 
Registriert seit: Feb 2005
Ort: Kreis BB
Beiträge: 13.341
Blog-Einträge: 89
Dean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich sein
Standard AW: Auf leisen Sohlen kommt der Tod (1972) (Fuzz)

ich mochte den Mix zwischen Komödie, Krimi und Drama. Zuerst wirkt es wie eine Komödie, aber dann wird es ernster, aber nicht zu ernst. Das hat halt alles gepasst, auch wenn die Maler eher unnötig waren, aber die hatten zum Glück nicht so viele Szenen. Von den Darstellern hat mir Yul Brynner, auch wenn er nicht so viel Zeit auf dem Bildschirm hatte.

Wie rolo tomasi, dem ich diesen Film zu verdanken habe schon sagte, ist das eine kleine Perle, der selbst auf IMDB sehr unbekannt schein, da dort erst 874 Bewertungen eingangen sind.
__________________
Wenn man nie jemanden ins Vertrauen zieht, kann man schwerlich verraten werden. Kobayashi
Mit Zitat antworten

Diesen Beitrag teilen:
Bookmark Post in TechnoratiMister WongPing.fmGoogle BookmarksTwitternAuf Facebook teilen
Antwort

  Kinoforen.de > Allgemeines > Filme > 1950-1979

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist aus.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are aus
Pingbacks are aus
Refbacks are an



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:51 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.0 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0
 
 Die Kinoforen-Sites
MovieGod.de
FilmSzene
kinolatino.de

  MovieGod.de Film-News
Marvel's Iron Fist: Kurzer Trailer kündigt Staffel 2 an
Ab September bei Netflix

Star Wars: The Clone Wars: Trailer kündigt neue Episoden an
12 Episoden erzählen die Geschichte zuende

Glass: James McAvoys "Biest" im ersten Teaser-Trailer
M. Night Shyamalans gemeinsame Fortsetzung zu Unbreakable und Split

Duck Duck Goose: Trailer zu Netflix' animierter Komödie
Ab nächster Woche im Netz

The Meg: 2 neue TV-Trailer zum Riesenhai-Thriller
mit Jason Statham

Ant-Man and The Wasp: 2 neue TV-Trailer zu Ant-Man 2
Bald im Kino

The Meg: Neuer TV-Trailer zum Riesenhai-Thriller
mit Jason Statham

Ant-Man and The Wasp: Und noch ein TV-Trailer zu Ant-Man 2
Bald im Kino


  amazon.de Top-DVDs
#1: Black Panther [Blu-ray]
EUR 16,99


#2: Game of Thrones: Die komplette 7. Staffel [Blu-ray]
EUR 33,99

#3: Star Wars: Die letzten Jedi [Blu-ray]
EUR 17,99

#4: Black Panther
EUR 12,99

#5: Fifty Shades of Grey - Befreite Lust (Unverschleierte Filmversion)
EUR 13,76

#6: Greatest Showman [Blu-ray]
EUR 13,99

#7: Thor: Tag der Entscheidung [Blu-ray]
EUR 14,99

#8: Fast & Furious 8 [Blu-ray]
EUR 8,99

#9: Avengers: Infinity War [Blu-ray]
EUR 19,99

#10: Wind River [Blu-ray]
EUR 14,99