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Alt 07.03.2010, 01:11
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Phantom of the Paradise (dt. Phantom im Paradies) (1974)

Da bin ich doch geradewegs über die Meldung gestolpert, daß man vorhat hiervon ein Remake zu machen (zumindest befindet sich ein gleichnamiges Werk den Angaben von "imdb" zur Zeit "in Development") - was ähnlich angsteinflößend ist, wie die Ankündigung dasselbe auch der "Rocky Horror Picture Show" angedeihen zu lassen..... Irgendwann muss mal Schluß sein mit solchen "Ideen", oder?

Zurück zum Thema: anno 1974 schuf Regisseur Brian de Palma eine Rockoper die sich sowohl "Faust", "Das Phantom der Oper" wie auch "Dorian Gray" schnappt in den Drehbuchmixer wirft und einen lupenreinen schrägen Musikfilm gebiert, der wahrhaft seinesgleichen sucht.
Winslow ist ein Schlacks, bebrillt und unscheinbar. Doch komponieren und spielen kann er. Bei einem Vorspielen wird Swan auf ihn aufmerksam - DER Musikgigant überhaupt am amerikanischen Musikhimmel (böse Zungen behaupten, daß der kleinwüchsige Kerl in Gestalt von Dieter Bohlen wiedergeboren wurde, ist nicht ganz von der Hand zu weisen).
Der von der Offerte Swans sich seine Arbeiten mal näher anzusehen, machen Winslow vollkommen irre vor Begeisterung und so rückt er seine handgeschriebenen musikalischen Noten und Texte bereitwillig heraus.
Das Endresultat kann man sich denken: Hausverbot für Winslow und Status "Persona non grata", denn Swan hat vor, die musikalischen Arbeiten Winslows nach einem "Makeover" als die neue musikalische Welle bekannt zu machen.
So kommt es wie es kommen muß: der inzwischen verknastete Winslow (von wegen Stalking wäre eine Erfindung der Neuzeit), bricht aus und wird dabei entsetzlich entstellt.
Mit ein paar Requisiten aus dem Fundus wird aus ihm das "Phantom" und Swans Laden, das "Paradise", seine Heimat.
Hier macht er sich daran, sein Lebenswerk zu vollenden, doch Swan wäre nicht Swan, wenn er da nicht noch ein Wörtchen mitzureden hätte.
Zumal das "Phantom" die Nachwuchssängerin Phoenix ins Herz geschlossen hat.....

Erstmals vollkommen unvorbereitet beim FantasyFilmFest anno 1993 auf der Leinwand erlebt, mußte Frank `N Furter mit seiner Truppe den Platz 3 auf dem Siegertreppchen meiner Lieblingsmusikfilme räumen (1: Der kleine Horrorladen / 2: The Blues Brothers). Brian de Palmas visueller Cocktail ist einfach unwiderstehlich: neben dem storytechnischen Gemisch, gelingt den Film auch noch, die Musik der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre perfekt einzufangen. Und das liegt an Mastermind Paul Williams, der sich als Swan de facto selbst spielt. Dieser heuer nahezu in Vergessenheit geratene Rock- und Popkomponist und Produzent schüttelt hier Songs aus dem Ärmel, da dreht man gerne die Anlage hoch.
Und niemals ist das Popgeschäft giftiger portraitiert worden als damals: Swans Band No 1 ist DIE Retortenband schlechthin: im Verlauf des Films ändern sie Namen, Stil und Musikrichtung - hauptsache sie sind der neueste Wind. Von den "Juicy Fruits" (die puren Rock`n Roll verkörpern) über "The Beach Bums" (ich darf voraussetzen, daß klar ist, wer nun durch den Kakao gezogen wird) bis hin zu "The Undeads" (die KISS dagegen richtig tot aussehen lassen) geht die Modifizierung. Und jede Gruppe bekommt dazu noch einen stilgerechten Song, den sie präsentieren darf.
Vergessen werden sollte auch nicht "Beef" - die Entdeckung Swans, ein Nichts an Popstar vor dem Herren aber der Überposer schlechthin (Garrit Graham - Police Academy 6 / Chucky die Mörderpuppe 2 / Mystery Science Theatre 3000 - macht sich in dieser Rolle gekonnt zum Affen).

Und wenn ein Abspannsong (In diesem Fall betitelt: "The hell of it")folgende Zeilen beinhaltet - "Good for nothing, bad in bed, nobody likes you, you better be dead, goodbye " -
ist für das Grinsen im Gesicht des Zuschauers bestens gesorgt.
Das ganze wunderbare Spektakel bekommt man heuer auf einer toll ausgestatteten DVD beinah zum Nulltarif nachgeworfen - klar, wer kennt den denn schon?

Als letztes hintendran: Da ich das Ding seit der Erstsichtung halt mit der deutschen Tonspur kenne, war ich auf die OV gespannt.
Finger weg!!!
Die englischen Dialoge triefen vor Ernsthaftigkeit.
Die deutsche Fassung ist ähnlich synchronisiert wie die legendäre TV-Serie "Die Zwei" mit Roger Moore und Tony Curtis.
Somit dürfte klar sein, welche akustische Form vorzuziehen wäre, oder?
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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